Tipps zur richtigen Übertragungslösung Die Antenne als IIoT-Schlüsselkomponente

Nicht den Anschluss verlieren!

Zur Optimierung von Datendurchsatz und Abdeckung verfügen IIoT-Antennen über diverse technische Lösungen. Die MIMO-Technologie (Multiple Input, Multiple Output) ermöglicht es der Antenne, Datenströme auf derselben Frequenz voneinander zu unterscheiden – das kommt datenintensiven Anwendungen wie Videoüberwachung zugute. Viele MIMO-Antennen verfügen zusätzlich über doppelte Polarisierung, was die Netzwerkkonnektivität dank Isolierung der HF-Eingänge weiter stabilisiert. Netze, die mehrere HF-Kanäle in verschiedenen Bändern verwenden, benötigen Multibandantennen, die mehrere Antennenelemente in einem Gehäuse vereinigen. Besonders hochqualitative Multibandantennen verfügen über Port-to-Port-Isolation, was nicht nur Interferenzen zwischen den Frequenzen verringert, sondern das Endprodukt auch noch besonders kompakt macht.

Bei der Auswahl und Platzierung von IIoT-Antennen kommt es natürlich auch darauf an, wertvollen Platz für die eigentliche Produktion zu sparen. Das heißt, die Antenne muss nicht nur hochqualitativ, sondern auch noch platzsparend und kompakt sein. Eine häufige Lösung besteht darin, die Antenne in das Gerät zu integrieren, das sie bedienen soll. Komplexe Geräte enthalten manchmal ein komplettes, integriertes HF-System, wohingegen Router und WAPs oft einfach nur über ein Mobilfunkgerät und eine Antenne verfügen. Eine solche Konstruktion spart Platz und vereinfacht die Installation. Bei externen Antennen kommt auch noch die Flexibilität bei der Montage ins Spiel: Üblicherweise benötigen Antennen eine bestimmte Art von metallischem Untergrund (Groundplane). Doch Antennen, die für IIoT optimiert sind, können da montiert werden, wo Platz ist, unabhängig vom Untergrund.

Für bestimmte Anwendungen muss die Antenne besonders robust (gehärtet) sein, um widrigen Umständen oder auch der Manipulation durch Unbefugte zu wiederstehen. Ein Sensor in einem Gefriergerät für Lebensmittel zum Beispiel benötigt eine Antenne mit einem Gehäuse, das auch tiefen Temperaturen und Feuchtigkeit widersteht; ein anderer Sensor, der eine stark vibrierende Maschine überwacht, muss entsprechend daran angepasst sein. Ganz besonders wichtig sind gehärtete Gehäuse für drahtlose Netzwerke im Außenbereich, wo die Antenne verschiedensten, oft widrigen Klimaeinflüssen oder auch Vandalismus ausgesetzt sein kann. Die meisten qualitativ hochwertigen Antennensysteme zeichnen sich durch sehr robuste und flache Gehäuse aus, die gut gegen Wasser und Staub geschützt und vandalismussicher sind.

Die vierte industrielle Revolution ist in vollem Gange. Wer jetzt die Bedeutung leistungsstarker Antennentechnologien unterschätzt, läuft Gefahr, den Anschluss zu verlieren – im wahrsten Sinne des Wortes. Dank Datenkommunikation in Echtzeit zwischen Produktionsanlagen und dem Mitarbeiter im Leitstand agieren Unternehmen effizienter und beschleunigen gleich auch noch die Produktion. Doch hängt der potenzielle Vorteil stark von der Qualität der Antenne ab: Antennen, die im Rahmen des Internets der Dinge eingesetzt werden, müssen flexibel genug sein, um eine große Bandbreite von HF-Frequenzen und Anwendungen abzudecken, gleichzeitig aber auch robust genug, um unter extremsten Bedingungen zuverlässig zu funktionieren, und schließlich auch noch kompakt genug, um auch dort eingesetzt zu werden, wo Platz Mangelware ist. Die Auswahl und Installation von Antennen für industrielle IoT-Anwendungen erfordert Sachverstand und sorgfältige Planung. Experten wie PCTEL stehen den Anwendern gerne beratend zur Seite.