IOTA: Data Marketplace Den wirklichen Wert der Daten heben

Der Data Marketplace steht ab sofort allen Interessierten offen, ein API will IOTA in Kürze anbieten. Jeder kann dann Daten-getriebene Anwendungen entwickeln.
Der Data Marketplace steht ab sofort allen Interessierten offen, ein API will IOTA in Kürze anbieten. Jeder kann dann Daten-getriebene Anwendungen entwickeln.

Bisher war es nicht möglich, die Daten aus ihren Silos zu befreien und nutzbar zu machen. IOTA will das mit einer Blockchain-ähnlichen Technik ändern.

Über den dezentralen »Data Marketplace« lassen sich Daten über Silogrenzen hinweg sammeln, was bisher nicht geschieht.  Erst dann lässt sich aber der wirkliche Wert, der in den Daten, dem Öl des Internetzeitalters, wirklich heben. »Die neue Technik geht über Blockchain noch hinaus und wird zu ganze neuen Anwendungen und Geschäftsmodellen führen, die unsre Kunden jetzt ausprobieren können«, sagt Omar Naik von Microsoft, die neben Firmen wie Samsung, CISCO und Volkswagen im Data Marketplace mitmachen.


Worum es dabei geht, veranschaulicht die Data-Information-Knowledge-Wisdom-Pyramide (DIKW). Sensoren sammeln auf der untersten Ebene Daten, auf der nächsten Stufe werden sie in Informationen verwandelt: etwa in Geschwindigkeiten und die relative Bewegungen verschiedener Objekte zueinander. Diese Informationen kann ein System in Wissen (Knowledge) umsetzen und beispielsweise dem Fahrer eines Autos Auskunft über Staus geben, so dass er auf der Wisdom-Stufe nach alternativen Strecken Ausschau halten kann.

Wenn über die nächsten zehn Jahre tatsächlich zig Milliarden von Dingen miteinander vernetzt werden – Statista spricht von 75 Milliarden im Jahr 2025 –, liefern sie gewaltige Datenmengen. Im Pilotprojekt  »Data Marketplace« will IOTA ausprobieren, wie sich diese Daten sinnvoll nutzen lassen. Denn noch sind sie »Rohöl«, das erst in wertvolleres Öl raffiniert werden muss, um zum Antriebsstoff künftiger Industrien werden zu können. Der große Unterschied zum Öl: Daten stehen in praktisch unbeschränkter Menge zur Verfügung. Im Zusammenspiel mit Bog Data und KI eröffnen sich dementsprechend fast unbegrenzte Möglichkeiten, zumindest in der Theorie.

Datensilos sprengen

Denn in der Praxis werden die Daten in Datensilos gesammelt, sie werden nie über die Grenzen hinweg genutzt und somit einfach verschwendet. IOTA will es sich also zur Aufgabe machen, diese Silogrenzen zu sprengen und die aus ihren Silos befreiten Daten in einem offenen und dezentralen »Datensee« zu sammeln, der allen interessierten Partnern zur Verfügung steht.

Allerdings wäre dazu erforderlich, die Daten in Echtzeit handeln zu können, wozu heute die Voraussetzungen fehlen. Weil aber schon 2015 laut IDC (2017) 95 Prozent aller Daten von IoT-Geräten in Echtzeit gesammelt werden, besteht dringender Handlungsbedarf.