Personal Computing Devices COVID19 drückt Computermarkt

Die blaue Linie zeigt, wie IDC den Markt für PCDs im dritten Quartal prognostiziert hatte. Die gelbe Linie gibt die aktuelle Prognose wieder, in die die Auswirkungen des Corona-Virus eingeflossen sind.
Die blaue Linie zeigt, wie IDC den Markt für PCDs im dritten Quartal prognostiziert hatte. Die gelbe Linie gibt die aktuelle Prognose wieder, in die die Auswirkungen des Corona-Virus eingeflossen sind.

Wegen des COVID19-Ausbruchs wird laut IDC der Verkauf von Personal Computing Devices (PCDs) in diesem Jahr um 9 Prozent auf 374,2 Mio. Einheiten zurückgehen.

Die Analysten hatten in ihrer Prognose vom Herbst 2019, als vom Corona-Virus noch nicht die Rede war, ohnehin schon mit einem Rückgang um 6,8 Prozent auf 380,2 Mio. PCD-Einheiten für 2020 gerechnet. Zu den PCDs zählt IDC Desktop-PCs, Workstations, Notebooks und Tabletts.

Wegen Auswirkungen des Corona-Virus revidieren die Analysten ihre Prognose nun nach unten. Der Sektor der traditionellen PCs werde 2020 um 7,1 Prozent auf 248 Mio. Einheiten und der Sektor der Tablets um 12,4 Prozent auf 126,2 Mio. Einheiten fallen. Bis 2024 soll sich die Zahl der verkauften PCDs auf 377,2 Mio. Stück erholen, so dass das durchschnittliche jährliche Wachstum mit 0,2 Prozent noch positiv ausfällt.

Derzeit behindern die Versuche, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, die Lieferketten und führen zu einem Rückgang der Nachfrage. Deshalb werden die Lieferungen im ersten Quartal 2020 laut IDC um 8,2 Prozent zurückgehen und im zweiten Quartal um 12,8 Prozent einbrechen. In der zweiten Jahreshälfte würden die Rückgänge dann weniger stark ausfallen. »Es wird länger dauern, bis sich die Lieferketten in China erholen können, nur wenige Arbeiter werden bis Mai an ihre Arbeitsplätze zurückehren können, dem Monat, ab dem sich das Wetter wieder verbessert«, sagt Linn Hunang, Research Vice President Devices & Displays von IDC. »Denn viele kritische Komponenten wie Leiterplatten, Bildschirme und Berührungssensoren kommen aus den vom Virenausbruch betroffenen Regionen.«

»Das Produktionsniveau befindet sich auf einem historischen Tief und wegen logistischer Probleme können selbst fertiggestellte Produkte nicht ausgeliefert werden«, ergänzt Jitesh Ubrani Research Manager Worldwide Mobile Device Trackers von IDC. Ausfallende Lohnzahlungen wegen der zahlreichen Fabrikschließungen würden die Nachfrage der Verbraucher drücken. Auch wenn die Ausbreitung des Virus abflaue, geht IDC von einem geringen Wachstum im kommenden Jahr aus. Insgesamt rechnen die Analysten mit plus 0,6 Prozent auf 376,6 Mio. Einheiten.