Ingenieurarbeitsmarkt Wo weniger eingestellt wird

Heutzutage ist emotionale Intelligenz wichtig für den Umgang mit den Mitarbeitern.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal sei der Ingenieurarbeitsmarkt im dritten Quartal mit einem Minus von 4,9 Prozent deutlich von der konjunkturellen Abkühlung betroffen, meldet der VDI. Sorgenfrei schlafen hingegen können Fachkräfte mit Schnittstellenkompetenzen von IT und Elektrotechnik.

Die nachlassende Konjunktur hat den Arbeitsmarkt erreicht. Trotzdem liege die Arbeitskräftenachfrage weiter auf einem ‘vergleichsweise hohen Niveau’, meldet der Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Im dritten Quartal waren monatsdurchschnittlich immer noch über 124.000 offene Stellen zu besetzen, so der VDI und verweist auf die neuesten Zahlen des Ingenieurmonitors, den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des VDI vierteljährlich erstellt.

Nachdem die Zahl der Arbeitslosen in Ingenieurberufen im ersten Quartal 2019 noch ein neues Rekordtief erreicht hatten, macht sich die konjunkturelle Abkühlung nun auch bei der Arbeitslosigkeit bemerkbar. Verglichen zum Vorjahresquartal stieg die Zahl der arbeitslos Gemeldeten um 5,2 Prozent.

Da die Ingenieurarbeitgeber ihr Stammpersonal aber in der Regel halten und manche von ihnen nur vorübergehend auf Neueinstellungen verzichten würden, dürfte dieses Problem nach Ansicht des VDI aktuell vor allem jüngere IngenieurInnen mit auslaufenden Projektverträgen sowie Berufseinsteiger betreffen.

In den einzelnen Berufskategorien entwickele sich der Ingenieurarbeitsmarkt sehr heterogen: Stark produktionsnahe Qualifikationen wie Ingenieurberufe in der Metallverarbeitung erleben demnach weiterhin einen spürbaren Nachfragerückgang, während bau- oder dienstleistungsnahe Qualifikationen unverändert stark gefragt seien.

Der Grund dafür: Die unterschiedliche Betroffenheit der jeweiligen Wirtschaftszweige von der konjunkturellen Abkühlung. Der anhaltende Bauboom und die Dynamik der Digitalisierung übten entsprechend positive Impulse aus; die momentane Krise der klassischen Industriebranchen hingegen negative.

Weiterhin auf Grün steht die Ampel für Informatikerberufe. Sie bildeten im dritten Quartal 2019 mit monatsdurchschnittlich 43.580 offenen Stellen die größte Kategorie des Stellenangebots in den Ingenieurberufen. Gesucht werden laut VDI insbesondere Schnittstellenkompetenzen von IT und Elektrotechnik.

Auch die Bauingenieurberufe konnten mit rund 34.700 offenen Stellen weiterhin eine sehr hohe Nachfrage verzeichnen.

In den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie Energie- und Elektrotechnik waren zusammengenommen 29.490 Vakanzen gemeldet, was einem rückläufigen Anteil von rund 24 Prozent des Gesamtstellenangebots in den Ingenieur- und Informatikerberufen entspricht.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichneten auch die Berufskategorien Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie die Technische Forschung und Produktionssteuerung einen Rückgang bei der Arbeitskräftenachfrage. Das spiegele laut VDI die leichte Eintrübung in der Automobilindustrie und im Maschinenbau wider.