Innovation Wie wird man zum Greenovator?

Die Podiumsdiskussion in Berlin hatte den Titel „Greenovator – Für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen erwarten die Menschen innovative Lösungen“.

Immer mehr Unternehmen erkennen die Chancen 'grüner' Geschäftsmodelle. Wie Startups und etablierte Unternehmen dabei voneinander profitieren können, dafür warben Würth Elektronik und das Startup Agranimo auf einer Podiumsdiskussion in Berlin.

Immer mehr Unternehmen erkennen „Greenovation“ als zukunftsträchtiges Geschäftsmodell und setzen dazu auch auf die Zusammenarbeit mit Startups. Die Jungen, um mithilfe der Etablierten zu skalieren. Die Etablierten, um schneller zu werden. Wie zum Beispiel Würth Elektronik eiSos. Die Waldenburger haben in Berlin-Adlershof seit gut vier Jahren ein Competence-Center und engagieren sich für Zukunftsthemen wie Horticulture, Virtual Reality, 3D-Druck, Wireless Power, Formel E sowie Energy-Harvesting. Auf dem 5,5 Hektar großen EUREF-Campus im Berliner Ortsteil Schöneberg hat Würth Elektronik einen Showroom neben Unternehmen aus den Bereichen Energie, Nachhaltigkeit und Mobilität. Würth zeigt hier Produkte, hält Schulungen ab und berät rund um elektronische und elektromechanische Bauteile.

Ziel ist, sich mit Forschungseinrichtungen und Startups zu verknüpfen. Die Basis war ursprünglich ein Workshop. »Dabei ging es darum, uns selbst anzugreifen, herauszufinden, welche neuen Entwicklungen dem Geschäftsmodell und Kerngeschäft der Würth Elektronik eiSos gefährlich werden könnten. Um disruptive Ideen also, in die wir frühzeitig involviert sein müssen«, erinnert sich Pierre Lohrber, Business Unit Manager Competence Center Berlin bei Würth Elektronik eiSos.

Auf einer Podiumsdiskussion im Rahmen eines Jour Fixe des Wirtschafts- und Technologieförderers Berlin Partner warb Lohrber zuletzt erneut für eine Kooperation mit seinem Unternehmen. Man verstehe sich in seiner Zusammenarbeit mit Startup-Unternehmen nicht als Inkubator, sondern als Enabler, der junge Unternehmen mit Know-how und qualitativ hochwertiger Hardware dabei unterstütze, Produkte zu optimieren, Businessmodelle zu skalieren und Prototypen marktfähig zu machen. »Unser Ziel ist es, unsere Partner besser zu machen, als sie es jemals waren. Dafür erfüllen wir unsere Rolle als Vordenker und helfen, Innovationen schnell auf den Markt zu bringen.« Wie zum Beispiel in der Zusammenarbeit mit dem Startup Agranimo, auf dem Podium vertreten durch Gründer und CEO Nikita Gulin. Agranimo stellt Software und Bodenfeuchte-Sensoren her, die Landwirten dabei zu helfen, ihren Ressourceneinsatz auf unterschiedliche klimatische Bedingungen zu optimieren.

Am Ende gewinnen beide: Startups wie Agranimo insbesondere durch die Prozesserfahrung der Unternehmen, ihrer Infrastruktur und ihrem Know-how, wie Gründer Nikita Gulin betont: »Würth Elektronik ermöglicht es uns, unser Geschäft auf ein ganz neues Level zu heben und weltweit zu expandieren. Die Partnerschaft mit diesem erfahrenen, global agierenden Unternehmen beschleunigt unsere Entwicklung erheblich und hilft gleichzeitig, Risiken für uns als Startup zu beseitigen.« So habe Würth Elektronik die Führung bei der Planung des Fertigungsprozesses übernommen, bessere technische Lösungen vorgeschlagen und bei der Identifikation und dem Management von Outsourcing-Partnern geholfen. »Gleichzeitig garantiert die Partnerschaft unseren Kunden höchste Produktqualität«, so Gulin weiter. Auf der anderen Seite lernten etablierte Unternehmen ihrerseits, wie sie Bürokratien abbauen, flexibler werden und Innovationen ins Unternehmen integrieren können.