5. Deutscher Startup Monitor Wie tickt die Deutsche Start-up-Szene?

Regionale Ökosysteme wie It's OWL holen auf.

Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. hat zusammen mit der Uni Duisburg-Essen und KPMG die bislang größte, repräsentative Umfrage unter deutschen Start-ups vorgelegt.

Die deutsche Start-up-Szene arbeitet zwar mehrheitlich an B2B-Geschäftsmodellen, doch die Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen ist zurückgegangen. Das ist eines der Ergebnisse des 5. Deutscher Startup Monitors, an der sich ein Viertel aller Start-ups in Deutschland beteiligt hat.

Wesentliche Ergebnisse:

Berlin ist zwar mit 17 Prozent der Unternehmen weiterhin der Leuchtturm der deutschen Startup-Szene, doch die Regionen holen mit regionalen Clustern auf, allen voran die Metropolregion Rhein-Ruhr (11,3 Prozent), gefolgt von Stuttgart-Karlsruhe (6,4 Prozent), Hamburg (6,2 Prozent), Hannover-Oldenburg  und München (6 Prozent). 

Der Anteil der Frauen unter den Gründern ist weiterhin niedrig, hat sich aber das dritte Mal in Folge erhöht auf nun 14,6 Prozent.

67,5 Prozent der Startups kooperieren mit anderen Startups (2016: 53,4 %). Kooperationen mit etablierten Unternehmen gehen bislang jedoch nur 50,4 Prozent der DSM-Startups ein, letztes Jahr waren es noch 70 Prozent.

Über die Hälfte der Start-ups in Deuschland hat ein B2B-Geschäftsmodell.  Das größte Stück vom Gründungskuchen entfällt auf IT- und Software, Hardware und Industrie  (insgesamt 32 Prozent).

Die meisten Gründer (27 Prozent) haben BWL oder VWL studiert, 20 Prozent Informatik und Mathematik, 18 Prozent Ingenieurwissenschaften, 9 Prozent Naturwissenschaften. 6 Prozent der Gründer haben Kultur- Sozial- oder Geisteswissenschaften studiert.  Immerhin 20 Prozent haben nicht studiert, 17 Prozent einen Doktortitel. Alleine 3,2 Prozent aller Gründungen gehen aus der Technischen Universität München hervor, gefolgt vom KIT und der RWTH Aachen. 

83 Prozent der Gründer finanzieren sich über eigene Mittel, Risikokapital erhalten nur knapp 16 Prozent.

Gefragt, was sie sich von Politik wünschen würden, nannten die Gründer den Abbau von Bürokratie, niedrigere Steuern und Unterstützung bei der Kapitalgewinnung. Das traut die Mehrheit am ehesten der FDP zu.  

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