Edle Domäne der „Executive Searcher“: Manager-Jobs Wie Geschäftsführer einen neuen Job finden

Kurt Schaffner, Experte für Führung und Management: "Ein Chef wird in der Regel den Personalberater beauftragen, der ihn selbst gut in Unternehmen platziert hat."
Kurt Schaffner, Experte für Führung und Management: "Ein Chef wird in der Regel den Personalberater beauftragen, der ihn selbst gut in Unternehmen platziert hat."

Wird für ein Unternehmen ein neuer Chef gesucht, so führen in den meisten Fällen zwei Wege zum Erfolg: Empfehlungen über persönliche Kontakte oder ein guter Headhunter. Manager sollten beides pflegen, dann ergeben sich Karriereoptionen oft von selbst.

Dr. Christina Höfner, Director bei der PSD Group, findet bei Führungskräften Gehör. Sie ist spezialisiert auf Posten auf Executive-Ebene, vor allem im Bereich Erneuerbare Energien, Elektronik und Start-ups. "Ich kontaktiere Kandidaten direkt, und sie wissen, dass Personalberatungen oft interessante Positionen zu besetzen haben."

Neben dem eigenen Netzwerk sind seriöse Personalberater also eine gute Adresse. Dass sie verschwiegen sind, versteht sich von selbst, denn das gehört zu den ehernen Regeln des Geschäfts. Sind es nur die großen Namen wie Kienbaum oder Dr. Heimeier, die hochdotierte Posten vergeben?

Kurt Schaffner von KS Management&Führung: „Die führenden Personalberater heißen Kienbaum, Baumann, Dr. Maier, Dr. Heimeier, Dr. Mummert, Steinbach, Dr. Weber, IFP, Michael Page und JBH HERGET  - sie treten zusammen mit den großen international tätigen Headhunter mehr in der Öffentlichkeit in Erscheinung. Aber auch nicht so bekannte Personalberater besetzen oftmals über Jahre hinweg für ein Unternehmen Führungsstellen - und sollten daher in Betracht gezogen werden. Denn sie treffen die kulturelle und menschliche Passform oft besser, als viele der namhaften Großen. Der entscheidende Faktor in der Auswahl von Personalberatern für die Stellenbesetzung von Führungspositionen liegt beim obersten Unternehmensentscheider und dessen Erfahrungen, die er gemacht hat. Er wird in der Regel den Berater beauftragen, der ihn selbst gut in Unternehmen platziert hat.“

Auch kleinere Fachberatungen mit Branchen-Know-how besetzen Fach- und Führungspositionen, in denen Branchenkenntnis gefragt ist, berichtet Michael Winkler von der Sonar GmbH. „Vom Entwickler bis zum Geschäftsführer Technik oder Vertrieb - durch die Branchenkenntnis gibt es weniger Fehlgriffe und es wird schneller besetzt“. Er empfiehlt daher den Suchenden, auch einen guten Kontakt zu Headhuntern aus der Branche zu pflegen. „Denn so erfährt man schon häufiger im Vorfeld der Suche nach neuen Herausforderungen, welche Möglichkeiten es demnächst im Markt geben wird“.

So wie Winkler ist auch Thomas Hegger von der Personalberatung Hegger, Riemann und Partner ein Branchenberater mit Fokus auf Elektronik: „Grundsätzlich wird man gefunden, weil man positiv auf sich aufmerksam macht, beispielsweise auf Messen, Kongressen, etwa über Artikel in Fachzeitschriften. Wichtig ist, dass der Berater gut vernetzt ist!“