Stepstone-Gehaltsreport 2019 West-Ost-Gefälle

Im bundesweiten Durchschnittsvergleich verdient man in Baden-Württemberg am besten.

Für seinen aktuellen Gehaltsreport hat Stepstone branchenübergreifend die Vollzeit-Gehälter von rund 85.000 Fach- und Führungskräften ausgewertet, die im Zeitraum von Oktober 2017 bis Oktober 2018 erhoben wurden.

Es handelt sich um Durchschnitts-Bruttojahresgehälter inklusive Boni, Provisionen und Prämien. Ingenieure verdienen dabei im Durchschnitt 66.022 Euro, der variable Anteil liegt bei 11 Prozent. Ingenieurinnen verdienen mit 59.323 Euro deutlich weniger als männliche Kollegen (67.131 Euro). Mit Personalverantwortung steigt das Gehalt um durchschnittlich 14 Prozent.

Zum Vergleich: Das Durchschnittsgehalt einer Fach- und Führungskraft in Deutschland liegt bei rund 58.100 Euro. Die höchsten Durchschnittsgehälter werden im Banksektor gezahlt (70.800 Euro, Platz 1), vor der Pharmaindustrie (70.000 Euro) und der Autoindustrie (67.900 Euro). Im Städtevergleich liegt die Bankenmetropole Frankfurt am Main (73.200 Euro) vor München (70.600 Euro) und Stuttgart (68.000 Euro). Die am besten verdienende Berufsgruppe sind erneut die Ärzte (77.400 Euro) vor Finanzexperten (72.200 Euro) und Bankern (64.200 Euro). Unter den Ländern verteidigt Hessen (65.300 Euro) seine Spitzenposition der vergangenen Jahre vor Baden-Württemberg (62.400 Euro) und Bayern (62.200 Euro). Die niedrigsten Durchschnittsgehälter werden in Sachsen (43.100 Euro), Sachsen-Anhalt (42.300 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (42.100 Euro) gezahlt.

Ein abgeschlossenes Studium macht sich bezahlt: Während Akademiker bereits beim Berufseinstieg im Schnitt etwa 11.600 Euro mehr Gehalt bekommen als Nicht-Akademiker, wächst der Unterschied mit langjähriger Berufserfahrung auf circa 28.600 Euro an. Das Studium Wirtschaftsingenieurwesen macht sich mit im Schnitt 74.300 Euro bezahlt, Wirtschaftsinformatik mit 73.600 Euro, Ingenieurwissenschaften mit 72.100 Euro sowie Mathematik und Informatik mit je 70.800 Euro. Im Marketing kommen Akademiker auf durchschnittlich 22 Prozent mehr Gehalt (60.100 Euro) als ihre Kollegen ohne Studienabschluss (49.500 Euro).

Außerdem spielt die Unternehmensgröße eine Rolle: In großen Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeiter liegt der Durchschnittslohn bei 66.800 Euro und damit 15 Prozent über dem Gesamtdurchschnitt, während Angestellte kleinerer Unternehmen mit maximal 500 Mitarbeitern 10 Prozent unter dem Durchschnitt liegen (52.200 Euro). Mit Führungsverantwortung verdient man mit 67.900 Euro deutlich mehr als ohne Personalverantwortung (51.200 Euro). Dabei steigt das Einkommen der Führungskräfte mit der Anzahl der ihnen unterstellten Mitarbeiter. Führungskräfte mit mindestens 100 unterstellten Mitarbeitern kommen demnach auf ein durchschnittliches Gehalt von 102.500 Euro.