Väter und Elternzeit Warum Väter lange in Elternzeit möchten – aber es nur selten tun

Was können Arbeitgeber und Arbeitnehmer tun?

Tipps von Inga Dransfeld-Haase

Für Arbeitnehmer:

  • Achten Sie gezielt darauf, ob der Arbeitgeber auch Positionen mit reduzierter Stundenanzahl ausschreibt, ja vielleicht sogar Tandem-Modelle anbietet. 
  • Informieren sie sich konkret dazu, inwiefern sich das Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben, auch extern als familienfreundlich positioniert und welche Angebote es Vätern und Müttern macht.
  • Falls Mitarbeiter des Unternehmens Teil ihres beruflichen Netzwerks sind, erkundigen Sie sich bei ihnen danach, inwiefern eine familienfreundliche Unternehmenskultur auch wirklich gelebt wird.

Tipps für Arbeitgeber:

  • Bevor Unternehmen die Familienfreundlichkeit zu ihrem Markenzeichen machen können, brauchen sie einen regelmäßigen Faktencheck, der ihnen Kennzahlen liefert, woran sie ablesen können, welche Maßnahmen von den Mitarbeitern in Anspruch genommen werden, und welche nicht.
  • Dazu gehören auf jedem Fall die Anzahl von Mitarbeitern in Elternzeit sowie die durchschnittliche Dauer der Elternzeit von Müttern und Vätern, aber auch der Anteil der Männer in freiwilliger Teilzeit.
  • Nur auf Basis einer solchen Mess-Systematik ist es möglich, die Angebote auf die interne Nachfrage abzustimmen und echte Fortschritte auf dem Weg zum familienfreundlichen Unternehmen zu erkennen.