Arbeitsrecht Urlaubsplanung in Zeiten von Corona

Britta Redmann ist Rechtsanwältin und Spezialistin für Arbeitsrecht 4.0.

Britta Redmann ist Rechtsanwältin und Spezialistin für Arbeitsrecht 4.0. Sie registriert in diesen Tagen kreative Urlaubsanträge ‘unter Vorbehalt’ – was sagt das Arbeitsrecht dazu? 

Urlaubsplanung unter der Voraussetzung, dass die Corona Krise überwunden und  Kontaktbeschränkungen und Reiseverbote aufgehoben sind. Und zur Not den Urlaub doch nicht nehmen und noch abwarten. Geht das? 

So einfach ist es leider nicht, weiß Rechtsanwältin Britta Redmann.

»Wenn Reisen ausfallen, hat ein Mitarbeitender eben nicht das Recht, den Urlaub dem Arbeitgeber einfach wieder zurückzugeben. Denn: »Ist der vom Mitarbeitenden geplante Urlaub vom Arbeitgeber genehmigt, dann ist diese Planung verbindlich und kann nicht einseitig von nur einer Seite wieder aufgehoben werden. Das kann dann nur einvernehmlich geschehen.«

Auch einen Anspruch auf Genehmigung, wenn die Reiseplanungen zu gelingen scheinen, gebe es nicht. 

Was aber, wenn nach großflächigen Lockerungen alle gleichzeitig in den Urlaub möchten? Redmann rät Unternehmen zu Kreativität: »Wie wäre es vielleicht mit Gutscheinen aus Baumärkten, um die nächsten Monate zu nutzen, Haus und Hof auf Vordermann zu bringen? Von zahlreichen Menschen könnte eine solche Option durchaus als eine attraktive Alternative empfunden werden, sich in diesen merkwürdigen Wochen das eigene Umfeld und damit das Leben in den eigenen Wänden schöner zu machen.«