Innovation Unternehmen nutzen das Potenzial von Startups nicht

65 Prozent der Unternehmen geben an, nicht mit Startups zusammen zu arbeiten. Woran liegt das?

Startups sind innovativ, schnell, agil und frech - doch die große Mehrheit der Unternehmen lässt sie links liegen. Rund zwei Drittel (65 Prozent) der Vorstände und Geschäftsführer von Unternehmen ab 20 Mitarbeiter geben an, dass sie mit Startups nicht zusammenarbeiten.

Wichtigster Grund: es fehlt schlicht der Kontakt.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 505 Unternehmen aus allen Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. 8 Prozent sagen, dass sie sich finanziell an Startups beteiligt haben, 28 Prozent arbeiten mit ihnen auf andere Art zusammen, etwa bei Gründerwettbewerben. Aber nur 14 Prozent entwickeln gemeinsam mit Startups neue Produkte oder Dienstleistungen.

‘Sowohl etablierte Unternehmen als auch Startups verspielen riesige Chancen, wenn sie nicht häufiger und enger zusammenarbeiten’, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. ‘Mittelständler ebenso wie Konzerne haben auf diese Weise die Chance, digitale Innovationen ins Unternehmen zu holen, und Startups können so leichter auf dem Markt Fuß fassen und erste Kunden gewinnen.’

Auch Klaus Diepold, Professor für Computer Engineering an der TU München und Experte für Innovation und Gründertum, twittert als @kldiKlaus zum Thema Umgang der großen Konzerne mit Start-ups und empfiehlt eine Zusammenarbeit: ‘Go for Start-Up’, denn ‘Konzerne sollten mal hinterfragen, wieviel Zeit und Geld sie in interne Innovationsprojekte investieren ohne das etwas Nennenswertes rauskommt’.