Belästigungsvorwürfe bei Google «Uns ist klar, dass wir einiges ändern müssen.»

Zwei Männer gehen an den Büros von Google vorbei. Eine Software-Panne beim Online-Netzwerk Google Plus hat App-Entwicklern unberechtigten Zugang zu einigen privaten Nutzerdaten gewährt.

Google ändert nach Mitarbeiterprotesten seine Firmenpolitik zum Umgang mit Vorwürfen sexueller Belästigung und verspricht Besserung.

«In Zukunft werden wir transparenter mit Beschwerden und Bedenken umgehen», versprach Google-Chef Sundar Pichai in einer E-Mail an die Mitarbeiter. «Uns ist klar, dass wir einiges ändern müssen.»

Vor einer Woche hatten Tausende Angestellte aus Protest gegen den Umgang mit Sexismusvorwürfen im eigenen Unternehmen zeitweise die Arbeit niedergelegt. «Wir wissen, dass wir in der Vergangenheit nicht immer alles richtig gemacht haben, und das tut uns aufrichtig leid», bekräftigte Pichai nun in seinem Rundschreiben.

Der Google-Chef stellte einen «umfassenden Aktionsplan» vor, durch den Angestellte besser unterstützt werden sollen. Zu den Maßnahmen zähle, die Mitarbeiter künftig selbst entscheiden zu lassen, ob Fälle von sexueller Belästigung vor privaten Schiedsgerichten ausgetragen werden. Zudem erweitere Google etwa ein verpflichtendes Training und biete «Live-Support» bei Beschwerden und Bedenken an.