Stellenmarkt-Analyse Software-Entwickler brauchen kein Studium

Die Bereitschaft, nicht alles ungeprüft hinzunehmen, bringt das Verb gegengoogeln (Platz 7) zum Ausdruck. Auch wenn sich durch Gegengoogeln ergibt, dass das Wort keine echte Neubildung ist, sondern seit etlichen Jahren verwendet wird, erschien es der Jury signifikant für ein Jahr, in dem der Kampf gegen falsche Informationen (Fake News) als Thema immer wichtiger wurde.

Eine Analyse von Stellenanzeigen für Software-Entwickler in Deutschland zeigt, dass Berufserfahrung wichtger ist als ein absolviertes Studium. Ein solches wird nur in weniger als einem Drittel aller Stellenanzeigen für Software-Entwickler verlangt.

Die Analyse hat der Bildungsanbieter WBS-Gruppe vorgenommen.

Demnach ist ein akademischer Abschluss für 70 Prozent der offenen Entwickler-Stellen nicht nötig. So wird in 31,7 Prozent der Jobangebote für Web- und App-Programmierer gar keine formelle Qualifikation verlangt. In 38,3 Prozent der Stellenangebote fordern die ausschreibenden Unternehmen zwar eine zertifizierte Qualifikation, aber kein Studium. Lediglich in 30 Prozent der analysierten Jobofferten wird ein absolviertes Studium als Einstellungskriterium genannt.
 
Berufserfahrung wird in etwas mehr als der Hälfte aller Stellenanzeigen gefordert
Deutlich häufiger verlangen die Unternehmen bei der Suche nach dem richtigen Personal Berufserfahrung: In 53,3 Prozent der analysierten Stellenanzeigen wird dies als Voraussetzung genannt. Für 46,7 Prozent der Entwickler-Jobs ist dies jedoch keine Notwendigkeit.
 
Joachim Giese, Vorstand der WBS-Gruppe, kommentiert die Analyse:
“Unsere Analyse zeigt, dass ein Studium häufig keine Grundvoraussetzung für eine Karriere in der IT ist. Da Jobs in diesem Bereich in der Regel überdurchschnittlich gut bezahlt werden, bietet diese Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt eine gute Möglichkeit für technisch begabte Quereinsteiger.
 
Die WBS Coding School bildet Berufsanfänger und Quereinsteiger in einem 15-wöchigen Programm zu Web- und App-Entwicklern aus.