Arbeitsrecht Schmähung des Arbeitgebers auf Facebook rechtfertigt fristlose Kündigung

Beleidigt ein Auszubildender auf seiner Facebook-Seite den Arbeitgeber, rechtfertigt dies eine außerordentliche Kündigung. Das entschied das Landesarbeitsgericht Hamm (LAG) mit seinem Urteil vom 10. Oktober 2012.

Damit hob das Gericht in Hamm die erstinstanzliche Entscheidung des Arbeitsgerichtes Bochum vom 29. März 2012 auf.

Der Auszubildende war bei einem Internetdienstleister beschäftigt, der auch Facebook-Profile für Kunden erstellt. Auf seinem eigenen Facebook-Profil schrieb der Auszubildende, der Arbeitgeber sei ein „Menschenschinder und Ausbeuter“, halte den Kläger als „Leibeigenen“ und müsse „daemliche scheisse fuer mindestlohn - 20 %“ erledigen.

Daraufhin kündigte der Arbeitgeber dem Auszubildenden fristlos.

Zu Recht: Anders als das Arbeitgericht Bochum hat das LAG entschieden, dass die außerordentliche Kündigung wirksam war. Das Landesarbeitsgericht sah diese Äußerungen – ebenso wie das Arbeitsgericht – als Beleidigung des Ausbilders an.