Sehr begehrt Physiker verdienen am meisten

Das ist der Stoff für Spitzengehälter: Physiker sind dank ihres mathematisch-analytischen Denkvermögens für komplexe technische Probleme wie geschaffen. Das macht sie für eine Vielzahl an Arbeitgebern und Branchen attraktiv.

Physiker sind für eine Vielzahl von unterschiedlichen Berufsgruppen interessant. Von den 93.100 Erwerbstätigen mit Physikstudium arbeiteten zuletzt rund drei Viertel nicht in einem klassischen Physikerberuf, so eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Zum Beispiel als Informatiker oder Mathematiker (15 Prozent) oder in Ingenieurberufen (7 Prozent).

Aber auch in fachfremden Gebieten sind die Qualitäten von Physikern gefragt. Beispielsweise verdient mehr als jeder zehnte ausgebildete Physiker als Unternehmensberater oder Manager sein Geld, jeder Dreißigste arbeitet unter anderem als Patentanwalt, Arzt oder Politiker. Damit gehören Physiker zusammen mit Ernährungswissenschaftlern und Volkswirten zu den flexibelsten - und bestbezahltesten - Akademikern am Arbeitsmarkt.

Doch die Industrie plagt der Fachkräftemangel: Bis 2012 gehen jährlich 2200 Physiker in Rente, um 2030 werden es jährlich 3300 sein. Gleichzeitig schafft nur jeder zweite Studienanfänger das anspruchsvolle Studium - mit durchschnittlich 1900 Absolventen pro Jahr sind das so wenige wie in keinem anderen Fach.

Das IW Köln geht davon aus, dass mit der wirtschaftlichen Erholung aber zusätzlich zu den Absolventen bis zu 300 Physiker zusätzlich benötigt werden - glänzende Aussichten also, auch beim Gehalt: Nach Angaben des Hochschulinformationssystems liegt das Bruttojahreseinkommen eines in Vollzeit arbeitenden Physikers zehn Jahre nach dem Examen um 25 Prozent über dem durchschnittlichen Wert aller Uni-Absolventen. Mehr zum Thema liefert die Studie »Physikerinnen und Physiker im Beruf – Arbeitsmarktentwicklung, Einsatzmöglichkeiten und Demografie« der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.