Mecklenburg-Vorpommern Nordost-Deutschland droht riesige Nachwuchslücke

Durch die demografische Entwicklung in Deutschland wird sich das Angebot an jungen, arbeitsfähigen Menschen reduzieren, am stärksten in Mecklenburg-Vorpommern. Besonders betroffen sind Ingenieure und Techniker.

 

Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) hat die Auswirkungen der demographischen Entwicklung des nordöstlichen Bundeslandes untersucht. Ergebnis: Die Zahl der Erwerbstätigen im Land werde bis 2015 um ein Drittel sinken, sagt Volker Kotte vom IAB. Bis 2020 um 20 Prozent, bis 2050 sogar um fast 50 Prozent. In kaum einem anderen Bundesland mache sich der demografische Wandel für die Wirtschaft so deutlich bemerkbar.

 

 

In den kommenden Jahren gehen doppelt so viele Menschen in Rente, als in den Beruf starten. Die erwerbstätige Bevölkerung wird immer älter und gleichzeitig immer weniger, wobei die Alterung noch vor dem zahlenmäßigen Rückgang zum Tragen kommt, so das IAB. Was raten die Experten? Mehr Ausbildung und Qualifizierung und die Anhebung der Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren. In Mecklenburg-Vorpommern verlässt etwa jeder zehnte Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Auch die Quote der Ausbildungsabbrüche im Land gehört zu den höchsten bundesweit.