Schülerwettbewerb mit Schwerpunkt Robotik startet an 3100 Schulen Neue Runde von „Invent a Chip“

Roboter stehen im Mittelpunkt des Schülerwettbewerbs „Invent a Chip“, der ab Mitte Februar an 3.100 Schulen bundesweit startet. Gesucht werden erfinderische junge Chipdesigner ab achter Klasse.

Die gemeinsame Nachwuchsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des VDE geht in diesem Jahr in die elfte Runde. Im vergangenen Jahr haben 2.900 Jugendliche teilgenommen. Sie erhalten im Rahmen des Wettbewerbes das notwendige Know-how für die Entwicklung einer mikroelektronischen Schaltung und können so auch ohne Vorkenntnisse zu Chip-Designern werden. „Genau das macht die Faszination des Schülerwettbewerbs aus“, sagt Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, VDE-Vorstandsvorsitzender: „Die Jugendlichen lassen ihrer Kreativität freien Lauf und setzen ihre Ideen dann mit Hilfe von Profis um. Sie bekommen Einblick in eine ganz neue Materie und erleben diese Technologien nicht nur als Anwender.“

In den vergangenen Jahren gab es Prämierungen für Mikrochips für medizinische Anwendungen, Energieeinsparungen im Haushalt oder für die Elektromobilität. „2012 haben wir das Thema Robotik gewählt. Roboter werden in der industriellen Fertigung eingesetzt und unterstützen Chirurgen, sie erkunden den Weltraum und helfen beim Katastrophenschutz. Sie beseitigen den Staub im Haushalt oder treten bei Wettkämpfen im Fußball oder im Tanzen gegeneinander an. Roboter werden unsere Zukunft mitbestimmen, aber ohne Mikrochips sind sie nicht realisierbar“, sagt Zimmer.

Die Jury wählt aus den eingereichten Chipideen zwölf Teams und Teilnehmer aus, die vom 4. bis 6. Mai 2012 einen Workshop am Institut für Mikroelektronische Systeme der Leibniz Universität Hannover besuchen. Bis zum Ende des Wettbewerbs werden die Jugendlichen von Experten weiter bei der eigenen Chipentwicklung betreut. Die besten und originellsten Chip-Entwürfe werden dann am 5. November in Stuttgart auf dem VDE-Kongress „Smart Grid“ der Öffentlichkeit präsentiert und von Bundesforschungsministerin Professor Annette Schavan ausgezeichnet.

Die Sieger von „Invent a Chip“ erwarten nicht nur Geldpreise von bis zu 3.000 Euro, sondern darüber hinaus die Aufnahme ins Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, Kontakte zu Industrie und Hochschulen sowie die Präsentation der Projekte auf Messen. Teilnehmerunterlagen gibt es unter www.invent-a-chip.de.