Deutsches Patent- und Markenamt Nachrichtentechnikerin wird Vizepräsidentin

140 Jahre Deutsches Patent- und Markenamt
140 Jahre Deutsches Patent- und Markenamt

Das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) hat sich für die Nachrichtentechnikerin Christine Moosbauer als Nachfolge für den bisherigen Vizepräsidenten Günther Schmitz entschieden.

Die 61-jährige Christine Moosbauer kam in der Nähe von Passau zur Welt und lebt am Chiemsee. Sie studierte Nachrichtentechnik an der Technischen Universität München. Nach neun Jahren in der Industrie (Medizintechnik) fing sie 1992 beim DPMA an – zunächst als Referentin.

Später wurde Moosbauer Patentprüferin und leitete dann die Patentverwaltung des Amtes. Sie führte erst die IT-Planungsabteilung, dann eine Patentabteilung, bevor sie 2015 die Leitung der Hauptabteilung »Information« übernahm.

Bereits seit Ende September 2017 ist sie mit der Wahrnehmung der Geschäfte einer Vizepräsidentin beauftragt. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit wird in der weiteren Digitalisierung der Arbeit des Amtes und im Ausbau des Geschäftsprozessmanagements liegen.

Das DPMA ist das größte nationale Patentamt in Europa und das fünftgrößte nationales Patentamt der Welt. Seine rund 2 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten an drei Standorten – München, Jena und Berlin – und verstehen sich als Dienstleister für Erfinder und Unternehmen. Sie setzen Innovationsstrategien des Bundes um und entwickeln die nationalen, europäischen und internationalen Schutzsysteme weiter.
 
Der bisherige Vizepräsident Günther Schmitz wurde in Nürnberg geboren und lebt in Landsberg am Lech. Er studierte an den Universitäten der Bundeswehr in Hamburg und München Maschinenbau und Luft- und Raumfahrtechnik.

Anschließend absolvierte der heute 65-Jährige die Offiziersausbildung bei der Bundeswehr und wurde Hubschrauberpilot. Zum DPMA kam der Diplom-Ingenieur 1987, zunächst als Patentprüfer.

Anfang 2001 wechselte Schmitz für knapp vier Jahre als Technischer Richter ans Bundespatentgericht, bevor er Ende 2004 wieder zum DPMA zurückkehrte. Zunächst leitete er eine Patentabteilung und wurde dann Leiter der Hauptabteilung „Patente“. 2010 folgte die Ernennung zum Vizepräsidenten.

In seiner Amtszeit entwickelte Schmitz unter anderem wesentlich das Strategiekonzept des Amtes mit und trieb gemeinsam mit Präsidentin Cornelia Rudloff-Schäffer die Digitalisierung des Hauses voran. Besonders am Herzen lag ihm auch die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben der DPMA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch den Ausbau der Telearbeit und die Etablierung flexibler Arbeitszeitmodelle. Auch die Einführung des Zentralen Kundenservice mit integriertem Beschwerdemanagement zur Entlastung der Fachabteilungen stieß er mit an und förderte sie.