Neue VDI-Zahlen Nach der Krise ist wieder Fachkräftemangel

Wollen am liebsten von der Fachabteilung angesprochen werden: IT-Fachkräfte von morgen.

Die Corona-Krise hat insbesondere ab April voll auf den (Elektro-)Ingenieurarbeitsmarkt durchgeschlagen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist die Arbeitskräftenachfrage im Ingenieurbereich um 23,7 Prozent gesunken, während die Arbeitslosigkeit sprunghaft um 38,6 Prozent angestiegen ist.

Das zeigt der neue Ingenieurmonitor, den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des VDI vierteljährlich erstellt. Insbesondere für jüngere IngenieurInnen mit auslaufenden Projektverträgen und Berufseinsteiger ist die Situation heikel, denn Arbeitgeber versuchen aktuell in erster Linie ihr Stammpersonal zu halten und verzichten auf Neueinstellungen.

Von der negativen Entwicklung sind deutschlandweit sämtliche Ingenieurberufskategorien laut VDI »deutlich« betroffen. Während die Effekte bei Bauingenieuren und Informatikern noch vergleichsweise moderat ausfallen, sind die Einschnitte insbesondere bei Maschinen- und Fahrzeugbau- sowie Elektroingenieuren »gravierend«, so der VDI.

Die demografische Entwicklung wirkt als Effekt freilich weiter auf den Ingenieurarbeitsmarkt ein – Corona hin oder her. Die Absolventenzahlen gehen als Folge des Geburtenrückgangs in den Ingenieurwissenschaften weiter zurück, zeitgleich scheiden berufserfahrene Ingenieure zunehmend aus. 

»Während die Effekte der konjunkturellen Abkühlung und der Corona-Krise vorübergehender Natur sein dürften, wird spätestens mit ihrem Abklingen die langfristige demografische Herausforderung wieder spürbar werden«, prognostiziert Ingo Rauhut, Arbeitsmarktexperte des VDI.