Grünes Employer Branding Mit Klimaschutz kann man bei Bewerbern punkten

Wie wichtig ist es Unternehmen, ihren CO2-Footprint zu reduzieren? Das Institut für Energieeffizienz in der Produktion EEP der Universität Stuttgart hat nachgefragt.
Wie wichtig ist es Unternehmen, ihren CO2-Footprint zu reduzieren? Das Institut für Energieeffizienz in der Produktion EEP der Universität Stuttgart hat nachgefragt.

Eine neuen Studie von Königsteiner zufolge spielt das Umweltbewusstsein des (potenziellen) Arbeitgebers eine immer größere Rolle. Für mehr als sechs von zehn Menschen ist es bewerbungsrelevant.

Die Haltung zu Klimafragen steht bei Bewerbern und Mitarbeitern einer Umfrage zufolge hoch im Kurs. Fast zwei Drittel (62%) aller Arbeitnehmer in Deutschland ist es wichtig, wie ihr Arbeitgeber zu Umweltfragen steht. Aber nur in 30% der Unternehmen spielt das Thema derzeit eine große Rolle, immerhin 52% der Arbeitgeber haben es aus Sicht ihrer Mitarbeiter generell auf der Agenda.  Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Königsteiner Gruppe für die deutschlandweit 3.000 Menschen befragt wurden.

Für 62% der Studienteilnehmer, denen das Thema wichtig ist, steht es auf der Prioritätenliste überwiegend sogar ganz weit oben. Für mehr als die Hälfte (51%) von ihnen gehört es zu den wichtigsten drei Anreizen, sich für einen Arbeitgeber zu interessieren. Für sieben von zehn Mitarbeitern ist das Umweltbewusstsein ihres Unternehmens genauso wichtig oder wichtiger als etwa die eigenen Aufstiegschancen. Sogar 83% gaben im Rahmen der Befragung an, dass ihnen dieses genauso wichtig oder wichtiger sei als der Unternehmenserfolg ihres Arbeitgebers.

»Die Werte-Dimension im Recruiting ist durch die gegenwärtige Corona-Krise etwas in den Hintergrund geraten. Unsere Studie zeigt allerdings, dass die Haltung von Arbeitgebern zum Beispiel zur Klimaproblematik nach wie vor Bedeutung für bestehende und potentielle Mitarbeiter besitzt. Spätestens in der Post-Corona-Phase werden sich Unternehmen hier wieder positionieren müssen – ganz einfach aus dem Grund, weil es für mehr als sechs von zehn Personen bewerbungsrelevant ist,« so Nils Wagener, CEO der Königsteiner Gruppe zu den Studienergebnissen.

59% der Bewerber würden sich wünschen, dass Arbeitgeber ihre Haltung zu Klimafragen in Stellenanzeigen oder auf Karrierewebseiten ausdrücken würden. Aber nur 9% von ihnen ist es bisher dort tatsächlich schon mehrfach aufgefallen. Wagener ermutigt zu mehr Transparenz: »Arbeitgeber, die dieses Thema aufmerksamkeitsstark auf die Agenda setzen, differenzieren sich von anderen Unternehmen in ihren Recruitinginstrumenten – eine Chance, die umweltbewusste Unternehmen unbedingt nutzen sollten«.