Per Tweet Macron kündigt Unterstützung für heimische Autoindustrie an

In Frankreich wurde der 200.000ste Renault ZOE gefertigt.
In Frankreich wurde Ende 2019 der 200.000ste Renault ZOE gefertigt. Nun sind staatliche Kaufanreize im Gespräch.

Vor dem Hintergrund der Krise beim Hersteller Renault will Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron die heimische Autobranche verstärkt unterstützen. «Sie ist ein Teil unserer Wirtschaft, das sind Tausende Arbeitsplätze», teilte der Präsident via Twitter mit.

Der 42-Jährige kam am Vormittag mit Branchenvertretern im Élyséepalast zusammen, wie Kreise des Präsidialamts am Dienstag bestätigten. Am Nachmittag ist ein Besuch beim Zulieferer Valéo im nordfranzösischen Étaples geplant. Macron will sich von dort aus zu seinem Branchenplan äußern.

«Unsere Unterstützung wird massiv ausgeweitet werden», kündigte der Staatschef per Tweet an. Im Gespräch sind Medienberichten zufolge verstärkte staatliche Kaufanreize für neue Autos, darunter auch E-Autos. Die Branche leidet wegen der Corona-Krise unter einem Absatzeinbruch.

Renault braucht einen staatlich garantierten Kredit von fünf Milliarden Euro. Es wird erwartet, dass der Autobauer noch in dieser Woche einen milliardenschweren Sparplan präsentiert, der laut Medien auch Werksschließungen umfassen dürfte. Renault hat sich bisher noch nicht dazu geäußert. Ein wichtiger Hersteller ist in Frankreich auch der PSA-Konzern, Mutter des deutschen Autobauers Opel.