Lohngleichheit im Betrieb Keine Gehaltsschere bei Weidmüller

Bei Weidmüller verdienen Männern und Frauen gleich – dafür gab es jetzt das „Logib-D Zertifikat“ für faire Bezahlung vom Bundesfamilienministerium.

Im Dezember erhielt Weidmüller vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das „Logib-D Zertifikat für Entgeltgleichheit“. Das Programm steht für „Lohngleichheit im Betrieb – Deutschland“ und unterstützt Unternehmen dabei, Gehaltsunterschiede bei Frauen und Männern zu erkennen und anzugleichen.

Weidmüller schloss die Überprüfung mit Werten deutlich über dem Durchschnitt ab. „Weidmüller hat Entgeltgleichheit zu einem strategisch herausragenden Thema im Betrieb gemacht und nimmt so eine Vorbildfunktion ein“, heißt es in der Auszeichnungsurkunde.

Weidmüller will „maßgeschneiderte“ Karrierewege für alle Lebensphasen bieten und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern. Zusätzliche Services wie Familienbetreuung, eine Kooperation mit einem Kindergarten und ein Angebot zur Notfallbetreuung ergänzen das Angebot. Rückkehrer aus der Elternzeit werden wieder nahtlos ins Unternehmen integriert.

Die Entgeltungleichheit („Gender Pay Gap“) zwischen Männern und Frauen ist in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern unbereinigt mit mehr als 23 Prozent zu Lasten von Frauen besonders groß (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Dabei sind Frauen in den ersten Jahren des Berufseinstiegs zunächst nicht schlechter gestellt. Mit zunehmender Betriebszugehörigkeit steigt diese Lücke aber an. Die Teilzeitquote ist in den meisten Unternehmen ein Treiber für die Entgeltlücke, da gut ausgebildete Frauen durch familienbedingte Erwerbsunterbrechungen und folgender Teilzeitbeschäftigung Nachteile erfahren.