Umfrage unter bayerischen Arbeitgebern sieht strukturelles Problem Ingenieurmangel in bayerischer Metall- und Elektroindustrie

Elektrofacharbeiter und Ingenieure gehören in Bayern zu den gesuchtesten Qualifikationen.
Elektrofacharbeiter und Ingenieure gehören in Bayern zu den gesuchtesten Qualifikationen.

Trotz der konjunkturellen Abkühlung sucht die bayerische Metall- und Elektroindustrie teilweise vergeblich nach Arbeitskräften. Das hat eine Umfrage des Arbeitgeberverbandes bayme vbm ergeben. Die Liste der meistgesuchten führen mal wieder Ingenieure an.

Die Umfrage wurde von den bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgebern bayme vbm unter ihren Mitgliedsbetrieben durchgeführt. Darin gaben 57 Prozent der Betriebe an, dass ihre Produktions- bzw. Geschäftstätigkeit infolge des Mangels an Arbeitskräften behindert wird.

Bei der letzten Umfrage vom Dezember 2011 waren es 60 Prozent. bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Trotz der schlechteren wirtschaftlichen Lage hat sich der Fachkräftemangel kaum entspannt. Das zeigt: Der Fachkräftemangel ist kein konjunkturelles, sondern ein strukturelles Problem.“

Freie Stellen für Ingenieure sind der Umfrage nach am schwierigsten zu besetzen. 38 Prozent der offenen Stellen können nicht besetzt werden, 49 Prozent nur mit Schwierigkeiten. Nur unwesentlich besser stelle sich die Situation bei den Informatikern sowie den IT- und Elektro-Facharbeitern dar. Etwas entspannter ist die Situation bei den Betriebswirten und den kaufmännischen Angestellten. Nur wenige Probleme gibt es bei der Besetzung der Stellen für Un- und Angelernte.