Metall-und Elektroindustrie In Bayern drohen weitere Jobverluste

vbw Managing Director Bertram Brossardt.
Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer von bayme und vbm.

In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie drohen wegen der Corona-Krise weitere Arbeitsplatzverluste. Laut aktuellem Konjunkturreport der beiden Arbeitgeberverbände bayme und vbm will eine Mehrheit der Unternehmen in der Branche bis Jahresende Stellen abbauen.

Die Beschäftigungspläne liegen demnach auf dem niedrigsten Stand seit der Finanzkrise 2009, der Saldo zwischen positiven und negativen Erwartungen bei minus 40 Prozent. Derzeit sind demnach knapp 857 000 Menschen in Bayerns M+E-Firmen beschäftigt, wie die beiden Verbände am Dienstag mitteilten. Vor einem Jahr waren es noch mehr als 870 000.

«Der Beschäftigungsabbau in der M+E-Industrie hat durch die Corona-Krise leider an Dynamik gewonnen», sagte Bertram Brossardt, der Hauptgeschäftsführer von bayme und vbm. «Einzig durch den umfangreichen Einsatz von Kurzarbeit konnte bislang ein stärkerer Stellenabbau verhindert werden.»

Am härtesten von der Krise getroffen sind die Autohersteller, deren Produktion im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte geschrumpft ist. Insgesamt sank die Produktion der bayerischen Metall- und Elektrobetriebe um gut 31 Prozent. Allerdings sind Nachfrage und Exporterwartungen laut Umfrage bereits wieder gestiegen. Die Metall- und Elektroindustrie ist die wichtigste Wirtschaftsbranche Bayerns, neben den Autoherstellern Audi und BMW zählt unter anderem Siemens dazu.