Kommentar Gretas Einfluss auf die Berufswahl

Am 20. und 21. September ging der SmartCityFS-Hackathon von Texas Instruments in Kooperation mit dem Fablab Freising, Mouser Electronics, VIMpay, der Stadt Freising und der Elektronik Neo in die zweite Runde. Technologiebegeisterte Tüftler waren aufgerufen, in knapp 26 Stunden kreative Projekte zu entwickeln, die Freising zu einer Smart City machen. Der Fokus lag dabei auf dem Thema smarter Mobilität.
Jugend für Nachhaltigkeit: Am 20. und 21. September ging der SmartCityFS-Hackathon von Texas Instruments in Kooperation mit dem Fablab Freising, Mouser Electronics, VIMpay, der Stadt Freising und der Elektronik Neo in die zweite Runde. Technologiebegeisterte Tüftler waren aufgerufen, in knapp 26 Stunden kreative Projekte zu entwickeln, die Freising zu einer Smart City machen. Der Fokus lag dabei auf dem Thema smarter Mobilität.

35 Prozent der Befragten wollen bei ihrer Berufswahl den Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigen, zeigt eine aktuelle Umfrage. Eigentlich eine Steilvorlage für die Branche, dem Nachwuchs zu zeigen, dass man der eigentliche Motor der Energiewende ist.

Ohne Elektronik keine Energiewende! Es dürfte Sinn machen, dies bei den Anstrengungen um mehr Fachkräfte und MINT–Studienanfänger viel plakativer zu berücksichtigen. Vielleicht ließe sich dann sogar die Frauenquote in der Elektronik etwas deutlicher erhöhen?

Hinweise darauf bot u.a. nicht nur dieser Beitrag des VDE, sondern auch eine aktuelle  Erhebung der Vergleichsplattform Gehalt.de unter 418 Arbeitnehmern.

Laut der Umfrage berücksichtigen bereits 35 Prozent der Befragten bei ihrer Berufswahl den Aspekt der Nachhaltigkeit bzw. wollen ihn künftig berücksichtigen. Unter den Frauen sind es sogar 42 Prozent (männliche Beschäftigte: 32 Prozent). 58 Prozent aller Befragten würden sogar eine Kündigung in Betracht ziehen, sollte der Arbeitgeber klimaschädlich agieren. 16 Prozent würden »definitiv« den Arbeitsplatz wechseln.

Als ausgebildeter Elektroingenieur ist man potenziell in der Lage, an der Energiewende mitzuarbeiten. Wenn man möchte. Thematisieren wir das in den diversen MINT-Projekten ausreichend? Jugendliche sind in Sachen MINT-Fächer nämlich noch häufig ratlos, trotz aller Anstrengungen. Die Mehrheit der SchülerInnen und Studierenden fühlt sich nicht ausreichend über die Perspektiven und Karrierechancen von MINT-Fächern informiert. Aktionen wie der »Smart City Freising Hackathon« von Texas Instruments und Partnern wie Mouser gehen daher in die richtige Richtung.

Was mir aber noch fehlt, ist eine breit angelegte (und gut gemachte) Kampagne auf allen Kanälen, um auch angehende Akademiker (und deren Eltern) zu überzeugen, die Mühen eine E-Technik-Studiums auf sich zu nehmen, die bisher mit Elektronik vorwiegend Unterhaltungselektronik verbinden. Gerade jetzt wäre doch die richtige Zeit dafür.

Dann könnte man der Vollständigkeit halber auch noch erwähnen, dass man als Ingenieur in der Regel vergleichsweise ziemlich gut verdient. Laut Umfrage endet das Umweltbewusstsein nämlich für eine Mehrheit beim Geld.

Fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) kann sich nicht vorstellen, für einen umweltfreundlicheren Beruf ein niedrigeres Gehalt zu akzeptieren. Immerhin 21 Prozent wären hingegen dazu bereit, mehr als ein Drittel (34 Prozent) würde 6 bis 10 Prozent weniger akzeptieren. 19 Prozent 1 bis 5 Prozent weniger und lediglich 2 Prozent Einbußen von mehr als 30 Prozent.

Interessant: Die Bereitschaft, ein niedrigeres Gehalt für mehr Nachhaltigkeit im Job zu akzeptieren, ist unter Frauen höher. 33 Prozent sind hier offen – unter den Männern sind es nur 16 Prozent.