Mobil für den Traumjob »Generation Y«: Was MINT-Studenten wollen

»Diese Ergebnisse kann ich für mich nur bestätigen: wenn ich sehe, dass meine Arbeit etwas bewegt, motiviert mich das ungemein«, kommentiert Anna-Nina Simonetto, 29 Jahre und Software-Entwicklerin bei BSI.

Achtung Arbeitgeber: Eine aktuelle Umfrage unter 160 MINT-(Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)- Studenten hat untersucht, welche Erwartungen der technische Nachwuchs an seinen künftigen Job stellt.

Für ihren »Traum-Job« würden 91 Prozent der befragten MINT-Studenten aus ihrem Heimatort wegziehen, 58 Prozent sogar ins Ausland – was insofern bemerkenswert ist, weil Mobilität nicht gerade zu den herausragenden Eigenschaften deutscher Ingenieure gehört, vor allem nicht, wenn es in die Provinz gehen soll. Personalberater können davon ein traurig’ Lied singen, etwa Norbert Ritter von Ritter&Partner: »Aktuell suche ich für einen Embedded-Spezialisten in Deggendorf Ingenieure. Die Suche gestaltet sich, gelinde gesagt, schwierig.«

Zwei Fünftel (80 Prozent) der begehrten Hochschüler wünschen sich vor allem eine herausfordernde und abwechslungsreiche Tätigkeit, meldet der Software-Dienstleister- und Entwickler BSI, der die  - nicht repräsentative – Trendstudie unter seiner Kandidaten-Zielgruppe durchgeführt hat. 44 Prozent der MINT-Studenten wollen, dass ihre Arbeit etwas bewegt und 39 Prozent sind bereit, Verantwortung zu tragen. Das  Bedürfnis nach einer ausgewogenen Work-Life-Balance  ist mit 58 Prozent ebenfalls groß.

Als so genannte Generation Y bezeichnet man die Generation der ab 1980 Geborenen, die mit PC und Internet sowie wirtschaftlicher und kultureller Instabilität aufgewachsen sind. Diese Generation ist gut gebildet, technik-affin und denkt außerhalb von Kategorien wie Alter, Status oder ethnischer Herkunft. Die Generation Y kommuniziert über Instant Messanger und soziale Netzwerke, sie will etwas bewegen und sie möchte selbst bestimmen, wann und wo sie arbeitet. Diesen Flexibilitätsanspruch stellen die jungen Menschen an sich selbst, aber auch an ihren zukünftigen Arbeitgeber.

»Gute junge Leute gewinnt man dauerhaft nur, wenn man wertetechnisch auf der Höhe der Zeit ist«, berichtet Christian Rusche, CEO und im Recruiting bei BSI aktiv. BSI sucht selbst händeringend Software-Ingenieure und nutzt dafür unter anderem Karrieremessen wie die kürzlich in München stattgefundene IKOM. »Wir haben diese Messe kurzerhand für eine kleine Trendstudie genutzt, um mehr über unsere Zielgruppe – junge, gute Software-Ingenieure – zu erfahren und unsere bisherige Personalstrategie zu bewerten«, so Ruscher.