Coronavirus in China Feldversuche mit KI und Big Data

Automatische Fiebermessung, Desinfektionsroboter: Chinesische Technologie-Unternehmen bringen sich im Kampf gegen das Coronavirus ein, berichtet das Mercator Institute for China Studies.

So nutzt der Tech-Riese Baidu beispielsweise Künstliche Intelligenz (KI) zur Messung von Körpertemperaturen. Ein Infrarotsensor erkennt die Stirnen von sich bewegenden Passanten und misst deren Temperatur auf 0,05 Grad Celsius genau.

Das Shanghaier Unternehmen Lizhi Technology lässt einen selbst entwickelten Reinigungsroboter rund drei Stunden lang pausenlos Desinfektionsmittel auf einer selbstnavigierenden Route in Quarantänestationen sprühen.

Zudem wurde offenbar vom Central Network Office die Nutzung personenbezogener Daten zur „Vermeidung von Epidemien“ erlaubt, meldet Merics mit Verweis auf eine Meldung der Nachrichtenagentur Xinhua vom 9. Februar. Technologie-Unternehmen und lokalen Behörden wurde demnach temporär der Zugang zu sensitiven Personendaten gestattet. Nach der Präventionsmaßnahme müssten diese aber wieder gelöscht werden.

Ob Big Data und KI den Behörden helfen würden, Präventionsmaßnahmen besser umzusetzen oder gar ineffizientes Behördenverhalten in Reaktion auf Epidemien aufzudecken, bleibe abzuwarten, so Merics.