Berufseinstieg Elektronik-Absolventen: Das wird wirklich verlangt

"Berufseinstieg - was erwarten Unternehmen?" Der VDE hat dazu ein Webinar abgehalten. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst.
"Berufseinstieg - was erwarten Unternehmen?" Der VDE hat dazu ein Webinar abgehalten. Und mit den gängigsten Klischees aufgeräumt.

Thomas Hegger vom Ausschuss "Beruf&Karriere" im VDE hat in einem Webinar erklärt, was Unternehmen heute von Berufseinsteigern erwarten. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Thomas Hegger ist nicht nur stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses „Beruf, Gesellschaft und Technik“ im VDE, sondern auch seit 17 Jahren als Personalberater in der Elektronikbranche tätig.

Das Webinar hat er zusammen mit VDE-Berufsexperte  Dr. Michael Schanz geleitet. Um mit etlichen Klischees und Vorurteilen aufräumen, wie Hegger erklärt.

Zum Beispiel mit dem, Arbeitgeber suchten den 100 Prozent passgenauen Ingenieure, als  “eierlegende Wollmilchsau”.  Dieses stimme so nicht, im Gegenteil, so seine Erfahrung:  “Arbeitgeber haben eine sehr realistische Erwartungshaltung”, sagt Hegger, sie wüssten sehr genau, dass ein Absolvent nach dem Studium zwar fachlich am Puls der Zeit sein, aber längst nicht alle weiteren Fertigkeiten mitbringen könne.

Das betreffe auch das Thema Fremdsprachen. Natürlich sei Englisch am Ingenieurarbeitsmarkt Pflicht: Fachliteratur ist standardmäßig auf Englisch, internationale Conference calls tägliches Business. “Verhandlungssicher” müsse es zu Beginn der Karriere aber nicht sein, “solide Schulkenntnisse” seien vielmehr ausreichend.
“Man sollte sich im Alltag auf Englisch verständigen können, auch mal kurzfristig umschalten können, wenn ein Kunde anruft”, klärt Hegger auf.

Vor diesem Hintergrund gelten Auslandsaufenthalte als probates Mittel für den Spracherwerb.  Im Lebenslauf sind sie von Personalern auch gerne gesehen.  Allerdings aus anderen Gründen: “Wer im Ausland studiert oder arbeitet, zeigt sich flexibel und selbstorganisiert. Er ist ‚raus aus Hotel Mama’”. Das schätzten Unternehmen. Das Land, das man dazu auswählt, spiele hingegen keine Rolle. Für die meisten Unternehmen sei es in Ordnung, wenn ihre Mitarbeiter ihr Englisch im Rahmen der  Berufspraxis verfeinerten.

Bei einigen Dingen zeigten Unternehmen aber tatsächlich wenig Bereitschaft zu Kompromissen. Thomas Hegger zählt sie auf: