Führung Diese Skills dürften für Manager wichtiger werden

Digitalisierte Unternehmen erwarten in den nächsten 5 Jahren im Vergleich zu sonstigen Unternehmen einen deutlichen Bedeutungszuwachs bei bestimmten Führungskompetenzen, ist das Ergebnis einer Befragung von Personalleitern und Geschäftsführern durch das Institut der Deutschen Wirtschaft.  

37 Prozent der Befragten geben an, dass die Bedeutung der Problemlösefähigkeit deutlich steigen wird. Mehr als jeder Dritte sieht auch in der Fähigkeit, Mitarbeiter zu motivieren, eine Führungskompetenz, die in Zukunft noch deutlich wichtiger werden wird. 

Darauf folgt die Fähigkeit, Netzwerke aufzubauen. Die Belastbarkeit und Veränderungsbereitschaft sehen 28 Prozent der Geschäftsführer und Personalleiter als auszubauende Kompetenzen mit steigender Bedeutung an. 

Dies reflektiert möglicherweise den Wunsch, Führungskräfte gegen Krisen und Rückschläge widerstandsfähiger zu machen – eine Fähigkeit, die vor allem vor dem Hintergrund sich wandelnder Arbeitswelten und Geschäftsfelder wichtig wird. 
Mit 1 bis 2 Prozent ist der Anteil derer, die eine sinkende Bedeutung einer Führungskompetenz prognostizieren, dagegen sehr gering. 

Vor dem Hintergrund sich wandelnder Organisationstheorien und Führungsverständnisse hat das IW die Frage aufgeworfen, ob in Sachen Digitalisierung fortschrittliche Unternehmen (4.0) das Gewicht von bestimmten Führungskompetenzen für die Zukunft anders bewerten als Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit vom Wandel bislang weniger stark betroffen ist (3.0). 

Ergebnis: Die relativ stark digitalisierten Unternehmen 4.0 erwarten im Vergleich zu den relativ wenig digitalisierten Unternehmen 3.0 in vier der neun Kompetenzbereiche signifikant häufiger einen Bedeutungszuwachs. Dies sind zum einen die Kreativität und die Problemlösefähigkeit, zum anderen aber auch das Verhandlungsgeschick und die Motivationsfähigkeit – Kompetenzen, die eng mit der Rolle der Führungskraft als Befähiger und Katalysator in Transformationsprozessen verbunden sind. 

Das IW-Personalpanel ist eine regelmäßige repräsentative Befragung von Personalverantwortlichen durch das Institut der Deutschen Wirtschaft. An der Befragung im Frühjahr 2017 nahmen insgesamt 1.204 Personalleiter oder Geschäftsführer teil.