Trendence-Hochschulranking Die besten Hochschulen aus Arbeitgebersicht

Auf Platz 1 in Deutschland, auf Platz sechs weltweit: Die TU München. Hier ein Team mit Hyperloop-Kapsel.

Internationale Arbeitgeber schätzen zwar die Absolventen von deutschen Hochschulen, wie ein neues Ranking von Trendence zeigt. Sechs der zehn renommiertesten Universitäten weltweit haben aber ihren Sitz in den USA, darunter eine deutsche auf Platz sechs.

Arbeitgeber achten bei der Auswahl der Hochschulen für ihr Recruiting in erster Linie auf die Qualität der Lehre. Allerdings kritisieren viele deutsche Unternehmen die heimische Hochschulbildung. Internationale Arbeitgeber schätzen hingegen die Absolventen von deutschen Hochschulen. Sie wählen erstmals 13 deutsche Hochschulen unter die 150 besten Hochschulen weltweit.

Mit der Technischen Universität Berlin auf Rang 2, der Humboldt-Universität auf Rang 3 und der Hochschule für Technik und Wirtschaft auf Rang 9 landen gleich drei Berliner Hochschulen unter den zehn besten Hochschulen Deutschlands. Trotz der Dominanz der Berliner Institutionen geht der erste Platz nach München an die Technische Universität. Die Ludwig-Maximilians-Universität auf Rang 8 rundet das gute Ergebnis der Münchner Hochschulen ab. Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und die Universität Heidelberg belegen gemeinsam den 4. Platz. Die Hochschule Mannheim und die Technische Universität Dresden teilen sich Platz 6. Auf Platz 10 liegen gleichauf die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Universität zu Köln.

Arbeitgeber wählen Hochschulen nach Qualität der Lehre

Zwei Drittel der Arbeitgeber achten auf die Qualität der Lehre an einer Hochschule, wenn sie entscheiden, von welchen Hochschulen sie Absolventen rekrutieren möchten. Wichtig ist ihnen auch, wie gut die Hochschulen mit Unternehmen aus der Wirtschaft vernetzt sind, sowie die Qualität der Forschung. Allerdings ist nur rund die Hälfte der Arbeitgeber mit der Leistung der Hochschulen in diesen Punkten zufrieden. Hochschulen, die sich bei den Top-Arbeitgebern als herausragende Bildungsinstitution positionieren, ihre Absolventen in gute Jobs bringen und somit viele neue hochqualifizierte und motivierte Studenten anziehen wollen, müssen sich in Lehre, Vernetzung und Forschung verbessern.

Deutsche Hochschulbildung: in Deutschland kritisiert, im Ausland gelobt

Nur 46 Prozent der deutschen Arbeitgeber sind mit der hiesigen Hochschulbildung insgesamt zufrieden. Allerdings sind sie gegenüber den deutschen Hochschulen kritischer als internationale Arbeitgeber. Denn diese bewerten die deutsche Hochschulbildung sehr gut. Deutschland liegt nach Meinung der Arbeitgeber aus 22 Ländern nach den USA auf Rang 2 der Länder, deren Hochschulabsolventen am besten auf den Arbeitsmarkt vorbereitet sind. Damit liegt Deutschland noch vor Großbritannien und Japan.

Dass Arbeitgeber anderer Länder zum Teil einen anderen Blick auf deutsche Hochschulen haben, zeigt auch das Ranking der 150 besten Hochschulen weltweit. Darunter sind erstmals 13 deutsche Hochschulen gelistet. Zum Vergleich: In den vergangenen zwei Jahren schafften es elf deutsche Hochschulen unter die Top 150, in den Jahren zuvor waren es acht.

Auch die internationalen Arbeitgeber wählen die Technische Universität München zur besten Hochschule Deutschlands. Sie belegt Rang 6 im internationalen Hochschulranking, gefolgt von der Ludwig-Maximilians-Universität auf Rang 26. Drei Berliner Hochschulen gelangen unter die Top 150: die Humboldt-Universität auf Rang 51, die Technische Universität auf Rang 79 und die Freie Universität auf Rang 123. Die Frankfurter Hochschulen Goethe-Universität und Frankfurt School of Finance & Management werden von den internationalen Arbeitgebern besser eingestuft als von den deutschen Kollegen. Sie belegen die Ränge 64 und 74 im internationalen Ranking. Das entspricht den Plätzen 5 und 6 unter den deutschen Hochschulen.

Ebenfalls zu den international angesehenen Hochschulen aus Deutschland gehören die Universität Heidelberg auf Rang 38, die RWTH Aachen auf Rang 100, die Georg-August-Universität Göttingen auf Rang 103, die Universität Mannheim auf Rang 105 und erstmals die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg auf Rang 146. Auf Platz 1 liegt die Harvard University aus den USA.

Für die Global University Employability Survey hat Trendence im Auftrag der französischen Personalberatung Emerging rund 7.000 Arbeitgeber aller Branchen in 22 Ländern weltweit zur Employability (deutsch: Arbeitsmarktfähigkeit) von Absolventen befragt.