Arbeitsmarkt Cloud Computing Cloud-Experten dringend gesucht

Wie sieht es im Detail aus?

Im Schnitt blieben die Cloud-Ausschreibungen 25 Tage online, wohingegen die Anzeigen über alle Berufsgruppen hinweg 20 Tage lang aktiv waren.

Zudem erweckt es den Anschein hin, dass der Fachkräftemangel im Cloud-Bereich sogar noch minimal stärker ausgeprägt ist als im Big Data- und IT-Sicherheitsumfeld – dort blieben die Vakanzen jeweils 24 Tage lang geschaltet.

Weniger als die Hälfte der Anzeigen macht Angaben zur geforderten Ausbildung

Angesichts dieses großen Bedarfs scheint auch die formale Ausbildung nebensächlich, wie eine Infografik von Joblift zeigt: Nur 7.681 Anzeigen, also weniger als die Hälfte der Stellen, gehen auf den erforderlichen Abschluss ein.

Ein Studium wird dabei 6.571-mal sowie eine Berufsausbildung 3.600-mal genannt – wobei diese häufig zusammen als Alternativen aufgeführt werden.

Die Tatsache, dass zudem rund die Hälfte aller Anzeigen, die überhaupt Auskunft über den geforderten Ausbildungsgrad geben, auch eine Berufsausbildung zulassen, unterstreicht die Schwierigkeit, hochqualifiziertes Personal zu finden.

Nur 2 % der Anzeigen verlangen Kenntnisse zu Datenschutz, 7 % zu IT-Sicherheit
Als zwei der zentralen Risiken beim Einsatz von Cloud Computing gelten Sicherheitsmängel sowie unzureichender Datenschutz.

Joblift ging daher auch der Frage nach, inwiefern die Jobanzeigen Kenntnisse in IT- und Datensicherheit fordern.

Vor allem dem Thema Datenschutz scheint jedoch nur hinlänglich Beachtung geschenkt zu werden: Durch die Auslagerung von Anwendungen besteht die Gefahr, dass Daten in falsche Hände gelangen oder Cloud-Anbieter außerhalb der EU andere Datenschutzrichtlinien befolgen.

Dennoch setzten nur 313 Cloud-Vakanzen Wissen auf diesem Gebiet voraus. Kompetenzen im Bereich der IT-Sicherheit wurden immerhin 1.163-mal nachgefragt. Cloud-Dienste sind häufig Opfer von Hackerangriffen, so dass bei Anbietern ausreichende IT-Sicherheitskompetenzen vorliegen sollten.

Doch auch Cloud-Kunden müssen in der Lage sein, die Sicherheitsvorkehrungen des Anbieters zu prüfen, da sie ihre Anwendungen innerhalb der Cloud nicht abschotten können.