Coronakrise Bund gewährt Studenten Notkredite

Das Betreuungsproblem:
2013 kamen auf eine Professur 95 Studierende. 2055 waren es 58 angehende Ingenieure. Auch an den FHs sieht es ähnlich aus. Auf eine Professur kommen 44 Studierende, 2005 waren es 32.

Bundesbildungsministerin Karliczek (CDU) will Studenten mit Notkrediten durch die Corona-Krise helfen. Ab dem 8. Mai können sie bei der staatlichen Förderbank KfW ein zunächst zinsloses Darlehen von bis zu 650 Euro im Monat beantragen.

Sowohl laufende KfW-Studienkredite als auch neue Anträge sollen für inländische Studierende bis Ende März kommenden Jahres zinslos bleiben. Ausländische Studentinnen und Studenten können den Kredit ab Juli erhalten.

Der Antrag soll unbürokratisch über ein Online-Formular möglich sein, wie das Ministerium verspricht. Wie bei KfW-Studienkrediten üblich, muss man erst nach einer Karenzphase von 18 bis 23 Monaten mit der Rückzahlung beginnen. Karliczek geht von einem Darlehensvolumen von bis zu einer Milliarde Euro aus.

Wer in einer besonders akuten Notlage ist und keine andere Hilfe etwa von den Eltern bekommt, kann bei seinem örtlichen Studentenwerk einen Zuschuss beantragen, der nicht zurückgezahlt werden muss. Der Bund will dafür den Nothilfefonds des Deutschen Studentenwerks mit 100 Millionen Euro aufstocken.