Konjunktur Bayerns Metall- und Elektroindustrie pessimistisch

bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. „Unsere Industrie steckt mitten in einer Rezession und die meisten Unternehmen erwarten keine schnelle Aufhellung am Konjunkturhorizont. Die Krise wird uns auch 2020 weiter begleiten“

Die Menhrheit der Unternehmen in Bayerns Metall- und Elektroindustrie stellt sich auf eine längere konjunkturelle Durststrecke ein, melden die Arbeitgeberverbände bayme vbm angesichts einer aktuellen Umfrage unter den Mitgliedsbetrieben.

Laut einer aktuellen Umfrage unter den Mitgliedsbetrieben der Arbeitgeberverbände bayme vbm erwarten 56,9 Prozent eine längere konjunkturelle Schwächephase. Durch Konjunkturschwäche und Strukturwandel erwartet sie im kommenden Jahr den Verlust von 10 000 Arbeitsplätzen, vor allem in der Autoindustrie und im Maschinenbau.

Aktuell werden laut Umfrage die Personalkapazitäten angepasst: Zeitkonten werden abgebaut, Zeitarbeit zurückgefahren. Ein Viertel der Betriebe streicht Schichten, 16,6 Prozent haben laut Umfrage Personal abgebaut.

Gleichzeitig nutzt aktuell erst jeder zehnte Betrieb Kurzarbeit und reduziert 40-Stunden-Verträge.  9,1 Prozent der Unternehmen setzen auf das tarifliche Zusatzentgelt (T-Zug) zum Abbau von überschüssigen Personalkapazitäten.

Die bayerische Metall- und Elektroindustrie beschäftigt rund 870.000 Menschen.