Wissenschaft Bayern bündelt Forschung zu Digitalisierung

Ministerpräsident Dr. Markus Söder (links), mit dem Präsidenten der Technischen Universität München Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann (rechts) vor der TUM.
Ministerpräsident Dr. Markus Söder (links), mit dem Präsidenten der Technischen Universität München Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann (rechts) vor der TUM. Die Technische Universität München stellt den Sprecher des Gründungsdirektoriums.

Bayern bekommt ein ‘Bavarian Research Institute for Digital Transformation’. Das neue Institut der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) soll interdisziplinäre Forschung rund um die Themen Digitalisierung und Internet durchführen und vernetzen.

Das Institut soll die Kompetenzen aller relevanten Disziplinen bündeln und eine ganzheitliche Perspektive auf die Auswirkungen der Digitalisierung und der Verbreitung des Internets entwickeln, unter anderem aus Sicht der Informatik, Wirtschaftsinformatik, Soziologie, Philosophie, Rechts-, Politik- und Wirtschaftswissenschaften. Ziel sei es, so Bayerischen Akademie der Wissenschaften, ein umfassendes Verständnis der Zusammenhänge zu ermöglichen und die Digitalisierung erfolgreich zu gestalten. Hierbei stehen drei Bereiche im Vordergrund: die Forschung, ein Think Tank und die Interaktion mit Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft. Die Themenfelder sind vielfältig, der Fokus liegt jedoch auf Technik, Ökonomie und Recht.

Mit wissenschaftlicher Expertise soll das Institut in Politik und Gesellschaft wirken und an Entscheidungsgrundlagen für die Politik mitarbeiten. Die Forschung soll vor Ort am Institut sowie in daran andockenden sogenannten Satelliten-Forschungsprojekten mit verschiedenen Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen stattfinden.

Das Bavarian Research Institute for Digital Transformation geht aus dem Munich Center for Internet Research (MCIR) der BAdW hervor und soll im Bavarian Hub for Digital Transformation zügig die Arbeit aufnehmen. An der Gründung beteiligt sind die Technische Universität München, die Ludwig-Maximilians-Universität München, das Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, die Hochschule für Politik München, die Akademie für Politische Bildung Tutzing, das Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. München, die Julius-Maximilians-Universität Würzburg, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und die Universität Passau. Die Technische Universität München stellt den Sprecher des Gründungsdirektoriums. Das Netzwerk soll kontinuierlich durch innovative Forschungspartner erweitert werden.