Arbeitsmarkt Bayerische Wirtschaft soll sich erst 2022 erholen

vbw Managing Director Bertram Brossardt.
vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist pessimistisch. Die Situation auf dem bayerischen Arbeitsmarkt verschlechtere sich weiter, eine Erholung sieht vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt nicht vor 2022.

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. betrachtet den bayerischen Arbeitsmarkt “weiterhin mit großer Sorge”. Die Zahl der Arbeitslosen sei mit nun fast 294.000 oder einer Quote von 3,9 Prozent erneut gestiegen, wenn auch etwas langsamer als im Vormonat.

vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt rechnet nicht mit baldiger Besserung: „Die aktuellen Arbeitsmarktdaten zeigen, dass sich die bayerische Wirtschaft noch länger nicht erholen wird. Weiterhin verlieren mehr Menschen ihren Job, als dass Beschäftigung aufgenommen wird. Wir erwarten für Wirtschaft und Arbeitsmarkt bestenfalls 2022 eine Rückkehr auf das Vorkrisenniveau. Immerhin sehen wir erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Bodenbildung, denn die Unternehmer der bayerischen Automobil- und Zulieferindustrie fahren die Produktion wieder langsam hoch und verringern den Einsatz von Kurzarbeit. Andererseits erwarten wir branchenübergreifend mehr Insolvenzen und damit zusätzliche Stellenverluste“. 

Nach Schätzung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sind in Bayern  rund 1,25 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigen in Kurzarbeit. Der vbw plädiert für Verlängerung des Kurzarbeitergelds über 2020 hinaus.