Ingenieure für Cleantech Anforderungsprofil einer sauberen Branche

Die aktuell größte Nachfrage und größte Knappheit besteht bei Ingenieuren, die das Zusammenspiel von Hard- und Software verstehen, umsetzen und 'orchestrieren' können.

Klimaschutz ist in aller Munde. Wie sieht die Nachfrage nach Ingenieuren in diesem Bereich aus? Anfrage bei Wolfgang Kick, Managing Director der Personalberatung Hyperion Executive Search, die sich auf die Cleantech-Branche spezialisiert hat.

Herr Kick, welche Ingenieure könnten Sie momentan sofort vermitteln?

Wolfgang Kick: Grundsätzlich sind alle Ingenieurfachrichtungen wie Elektronik, Elektrotechnik und Maschinenbau in der Cleantech-Branche sehr gefragt – insbesondere wenn die Kandidaten aus diesen Fachrichtungen technische Expertise mit kommerziellem und unternehmerischem Denken kombinieren. Allerdings gibt es doch einige klare Trends bei Ingenieuren im Cleantech-Bereich.

Nämlich?

Die aktuell größte Nachfrage und größte Knappheit besteht bei Ingenieuren, die das Zusammenspiel von Hard- und Software verstehen, umsetzen und „orchestrieren“ können. Insbesondere durch die Digitalisierung der Energie- und Mobilitätskonzepte der Zukunft, auch durch sogenannte „As a Service“-Geschäftsmodelle (also z.B. MaaS – Mobility as a Service), ist der Brückenschlag zwischen Hard- und Software essenziell. Ebenfalls sehr große Nachfrage sehen wir bei Ingenieuren, die tiefe Kenntnisse in den Themen Customer-Experience und Data-Analytics mitbringen.

Dies gilt insbesondere für alle Geschäftsmodelle der „Share Economy“, da dort die richtige Auswahl und Interpretation von Daten besonders wichtig ist. Die relativ geringste – im Vergleich zu anderen Disziplinen freilich immer noch große – Nachfrage sehen wir im Bereich der reinen Software-Entwicklung. Dies gilt insbesondere, da natürlich auch andere Branchen wie z.B. die Fintech- oder die Gaming-Branche stark wachsen und diese Talente umwerben.