Steuerfreie Benefits Alternativen zur Gehaltserhöhung

Christian Aubry, Geschäftsführer Edenred Deutschland

»Es ist allerhöchste Zeit, dass Unternehmen die Möglichkeiten und Chancen von Zusatzleistungen 
im Blick haben.«
Christian Aubry, Geschäftsführer Edenred Deutschland »Es ist allerhöchste Zeit, dass Unternehmen die Möglichkeiten und Chancen von Zusatzleistungen im Blick haben.«

Wie können Unternehmen ein attraktives Gesamtpaket im Wettbewerb um Mitarbeiter schnüren? Christian Aubry, Geschäftsführer von Edenred Deutschland, wirbt für Benefits: Wer auf steuerfreie Zuschüsse zum Gehalt setze, sorge für eine Win-Win-Situation auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite.

Unternehmen lassen sich etwas einfallen, um von sich als Arbeitgeber zu überzeugen – und dazu gehört mehr als nur ein ansprechendes Gehalt. Das zeigt eine im Februar veröffentlichte Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom unter 855 Geschäftsführern und Personalverantwortlichen durchgeführt hat. Laut der repräsentativen Umfrage setzt nur eine Minderheit von drei Prozent der Befragten auf überdurchschnittliche Gehälter. Stattdessen setzen 64 Prozent auf Weiterbildungsmaßnahmen, 49 Prozent bieten die jüngste Generation von Smartphone, Tablet oder Computer und genauso viele locken mit Jobtickets für den öffentlichen Nahverkehr. Kein Wunder, findet Christian Aubry, Geschäftsführer von Edenred Deutschland: »Auch wenn ein faires Gehalt immer noch eine zentrale Rolle für das Recruiting und die Mitarbeiterbindung spielt: Mitarbeiter-Benefits gewinnen zunehmend an Bedeutung. Es ist allerhöchste Zeit, dass Unternehmen die Möglichkeiten und Chancen von Zusatzleistungen im Blick haben.«

Zu einem überzeugenden Arbeitgeber-Gesamtpaket zählt Aubry abwechslungsreiche Projekte, eine moderne Arbeitsumgebung und flexible Strukturen. Aber eben auch Zusatzleistungen als attraktive Gehaltsergänzung. Damit der Benefit zum Mitarbeiter passt und Wertschätzung ausdrückt, sollte er nicht nach dem One-size-fits-all-Prinzip ausgewählt werden: »Um den vielfältigen Lebensumständen jedes Einzelnen gerecht zu werden, ist es ideal, wenn jeder Mitarbeiter die Zusatzleistung ganz nach seinen eigenen Vorstellungen einsetzen kann – sei es für den wöchentlichen Einkauf im Biomarkt, den Besuch im Fitnessstudio am Wochenende oder beim nächsten Tankstopp«, rät Aubry.

Leicht umsetzen lasse sich dies mit Gutscheinkarten im EC-Kartenformat, wie sie Edenred anbietet: »Diese werden einmal pro Monat automatisch mit einem vom Arbeitgeber festgelegten Betrag aufgeladen und die Mitarbeiter können ihr Guthaben entweder ansparen oder nach ihren Wünschen direkt ausgeben. Egal ob für die Kinokarten, die (Online-) Shopping-Tour oder das Frühstück im Café.« Handelspartner wie beispielsweise Rewe, Maredo, star, Esprit, Media Markt oder Mymüsli akzeptierten die Karte als Zahlungsmittel. »Somit trifft es immer den Geschmack des Mitarbeiters.«

Unternehmen könnten aber auch eine bestimmte Richtung vorgeben und Guthabenkarten spendieren, die speziell auf Fitness und Gesundheit zugeschnitten sind. Der klassische Essensgutschein ist heute digital: Mit der „Ticket Restaurant Karte“ können Arbeitgeber das Mittagessen ihrer Mitarbeiter bezuschussen, ohne dass diese dafür erst in Vorleistung treten müssen. Dabei kann der Kartennutzer entscheiden, ob er sein Essen mit der Karte, kontaktlos oder mobil mit Apple Pay zahlen möchte.

Doch egal ob klassischer Essensgutschein oder Gutscheinkarte: Da diese Zusatzleistungen im Rahmen des steuerfreien Sachbezugs steuer- und sozialabgabenfrei sind, bleibt unterm Strich mehr Netto vom Brutto. Das ist für Arbeitgeber und Mitarbeiter gleichermaßen attraktiv, zumal wenn kostspieligere Benefits wie beispielsweise der Firmenwagen nicht drin sind.