Mitarbeiterzufriedenheit Algorithmen interpretieren Mitarbeiter

Unternehmen wollen wissen, wie zufrieden ihre Mitarbeiter sind. Fragebögen sind ein Weg. In den USA ist „Sentiment Analysis" ein neuer Trend.

Wie zufrieden sind die Mitarbeiter? Viele Unternehmen versuchen die Zufriedenheit einmal im Jahr mit einem Fragebogen herauszufinden. In den USA sind einige Unternehmen schon weiter. Algorithmen interpretieren in manchen Unternehmen Mails oder Intraneteinträge.

Die österreichische Zeitung Standard berichtet, dass bei IBM Stimmungen, die „normalerweise nicht an die Oberfläche gelangen” über Post und Kommentare in der unternehmenseigenen Social-Media-Plattform analysiert werden. Dazu hat das Unternehmen ein eigenes Tool (Social Pulse) entwickelt, heißt es. Allerdings, so die österreichischen Journalisten, werden nur öffentliche Posts und Kommentare ausgewertet. Private Nachrichten sind tabu. Der Artikel bezieht sich auf eine englische Originalquelle, die Sie hier finden. 

Der Kurznachrichtendienst Twitter nutzt auch Algorithmen für seine Befragungen. Ein Sechstel der Belegschaft wird monatlich mit „offenen Fragen” über die Zufriedenheit befragt, schreiben die Autoren. Partner von Twitter ist das Unternehmen Kanjoya. 

Gruselgefühle 

Prof. Dr. Marco Lübbecke von RWTH Aachen erklärte gegenüber dieser Redaktion dazu: „Chance und Risiko, wie immer, aber der Grusel für diesen speziellen Anwendungsbereich überwiegt bei mir.” Der Mathematik-Professor forscht seit Jahren zum Thema Algorithmen und Intelligenz in der Industrie. KI-Experte Klaus Burmeister twitterte zu dem Thema: „Man gebe mir einen festen Punkt und ich hebe die Welt aus den Angeln oder die Zeiten des Hammers sind vorbei.” 

Doch ganz ohne Menschen funktioniert es auch bei IBM nicht. Die Ergebnisse werden, bevor sie an das Management geben, von einem Team überprüft.