Arbeitsrecht Abfindungen online ermitteln und Geld kassieren

Was tun nach der Kündigung? Online gehen, meint Abfindungsheld.de.
Was tun nach der Kündigung? Online gehen, meint Abfindungsheld.de.

Sie haben die Kündigung bekommen? Was nun? Anwalt? Betriebsrat? Oder online gehen? Ein Startup aus Berlin will Arbeitnehmern in dieser Situation helfen. Abfindungsheld.de heißt das Unternehmen. Gründer sind zwei Anwälte.

Das Prinzip von Abfindungsheld.de ist einfach. Der gekündigte Arbeitnehmer muss einen kurzen Fragenkatalog beantworten und im Hintergrund errechnet das Portal eine Abfindungssumme. Angaben zu Bruttogehalt, Betriebszugehörigkeit, Grund der Kündigung und Unternehmensgröße werden abefragt. Sollte das System einen Abfindungsanspruch ermitteln, kann der Arbeitnehmer die Partner-Rechtsanwälte des Unternehmens beauftragen, die Abfindung zu erstreiten. Bei einem Erfolg muss der Arbeitnehmern 25 Prozent der Abfindung an das Startup abführen. Haben die Rechtsanwälte keinen Erfolg, zahlt der Arbeitnehmer nichts.

11 Mio. Euro Kapital

Die Philosphie der Gründer: Wir setzen uns für Gekündigte ein, die entweder die geltenden Arbeitnehmerrechte nicht kennen, die Zeit oder das Geld für den Kündigungsschutzprozess nicht aufbringen können oder möchten, oder denen schlicht die Kenntnisse fehlen, um selbstständig gegen einen scheinbar übermächtigen Arbeitgeber vorzugehen.

Die Idee zu Abfindungsheld.de hatten Prof. Dr. Peter Fissenewert und Robin Friedlein. Fissenewert ist Rechtsanwalt und Partner in der Kanzlei Buse Heberer Fromm. Friedlein ist Dipl. Jurist (Univ.). Vor seiner Tätigkeit bei Abfindungsheld.de wirkte er in Großkanzleien und in den Anfangsphasen verschiedener Startups mit.

Das Geschäftsmodell stößt auch bei Investoren auf Interesse. Das Unternehmen erhielt vor wenigen Wochen 11 Mio. Euor von einem Private Equity Fonds aus der Schweiz, berichtet Gründerszene auf seinem Portal.