Euro-Schwäche beschleunigt den Export 90 Prozent der Elektroindustrie profitieren von niedrigerem Eurokurs

90 Prozent der deutschen Elektroindustrie berichten in einer Umfrage des ZVEI, dass der niedrige Eurokurs ihr Exportgeschäft stimuliert. Die gegenwärtigen Turbulenzen im Euroraum haben kaum Auswirkungen auf die Erholung in der Elektroindustrie: 98 Prozent sehen gar keine oder nur geringe Folgen für ihr Geschäft.

48 Prozent der vom ZVEI befragten Unternehmen erwarten in diesem Jahr ein Wachstum von mehr als zehn Prozent, 17 Prozent von mindestens fünf Prozent. »Darin zeigt sich, dass die deutsche Elektroindustrie mit Blick auf zentrale Trends wie Ressourceneffizienz oder Elektromobilität die richtigen Produkte hat und im internationalen Wettbewerb ganz vorne dabei ist«, sagte ZVEI-Präsident Friedhelm Loh.

Außerordentlich erfreulich sei, dass trotz der zurückliegenden Krise die Eigenkapitalquote der Elektrounternehmen weiterhin bei knapp 40 Prozent und damit rund zehn Punkte höher als im Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes insgesamt liege. Die positive Umsatzerwartung stimuliere auch Investitionen: 56 Prozent der Elektrounternehmen planen jetzt die Erweiterung ihrer Kapazitäten, 32 Prozent Rationalisierungen und zwölf Prozent Ersatzbeschaffungen. Wegen der anziehenden Preise für Rohstoffe berichtet bereits ein Viertel der Firmen von Schwierigkeiten bei ihrer Rohstoffversorgung.