Baden-Württemberg 60 000 Beschäftigte im Elektrohandwerk verdienen mehr Geld

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Der für die Arbeitgeberseite zuständige Fachverband Elektro- und Informationstechnik sowie die Gewerkschaft IG Metall haben sich bei ihrer vierten Tarifrunde in Baden-Württemberg auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.

Demnach steigen die Gehälter der Beschäftigten in der Branche von November an um 3,9 Prozent. Azubis erhalten künftig 60 Euro mehr im Monat - das entspricht nach IG-Metall-Angaben einer Entgelterhöhung zwischen 6 und 8 Prozent. Der neue Vertrag laufe bis Ende März 2021, hieß es.

IG-Metall-Verhandlungsführer Roman Romanowski sagte, das Ergebnis beteilige die Arbeitnehmer angemessen an der positiven Entwicklung in der Branche. Ein Sprecher des Elektrohandwerksverbandes kommentierte auf Anfrage, der Kompromiss sei vor dem Hintergrund einer sich eintrübenden Konjunktur und angesichts von zwei Nullmonaten für die Beschäftigten im September und Oktober «gerade noch vertretbar». Der bisherige Tarifvertrag war Ende August ausgelaufen.

Die Handwerksunternehmen der Elektro- und Informationstechnik erwirtschaften im Südwesten nach Verbandsangaben jährlich einen Umsatz von rund sieben Milliarden Euro, Tendenz leicht steigend. Betriebe in diesem Segment verdienen ihr Geld beispielsweise mit der Installation von Elektroanlagen oder Energiespeichern sowie im Bereich des Elektromaschinenbaus etwa mit dem Bau von E-Motoren.