SoftBank Zweites Quartal schlimmer als erwartet

Ken Miyauchi, CEO von SoftBank, bei der Bekanntgabe der Ergebnisse für das zweite Quartal.
Ken Miyauchi, CEO von SoftBank, bei der Bekanntgabe der Ergebnisse für das zweite Quartal.

Mit einem Minus von 6,4 Mrd. Dollar (700 Mrd. Yen) ist der Verlust von SoftBank im zweiten Quartal 2019 noch höher ausgefallen als erwartet.

Auch die Halbjahresbilanz von SoftBank haben milliardenschwere Investitionen in das strauchelnde Start-up WeWork verhagelt. Der Nettogewinn zum Bilanzstichtag 30. September schmolz um satte 49,8 Prozent auf 421,5 Milliarden Yen (3,5 Mrd. Euro). Der Umsatz verharrte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 4,65 Billionen Yen. Die Japaner hatten weitere 9,5 Mrd. Dollar (8,5 Mrd. Euro) über neue Kredite und den Kauf von Anteilen in das verlustträchtige und viel Geld verbrennende New Yorker Flop-Unternehmen gepumpt, um das Start-up zu retten.

Die SoftBank Group hatte in Firmen wie WeWork sowie die Uber Technologies Inc. überwiegend mittels des fast 100 Milliarden Dollar schweren Vision Fonds investiert. In Folge der Abschreibungen auf diese Investitionen verbuchte der Konzern einen operativen Verlust von 572,6 Milliarden Yen, wie Softbank weiter bekanntgab. Softbanks Chief Operating Officer Marcelo Claure soll nun WeWork sanieren.

SoftBank beziffert den Wert der 88 Firmen im Vision-Fund auf 77,6 Mrd. Dollar. Selber habe SoftBank dafür ursprünglich 6,9 Mrd. Dollar weniger bezahlt.

Was aus dem zweiten Vision-Fund wird, den CEO Masayoshi Son angekündigt hatte, ist im Moment unklar. Prognosen für das noch bis zum 31. März 2020 laufende Gesamtgeschäftsjahr gibt SoftBank nicht bekannt.