Nur die Nutzung macht Daten wertvoll Wie sich das IIoT monetarisieren lässt

Mary McDonald, VP Global Channel & Strategic Partners Team von OSIsoft, und Dominique Florack, President und VP R&D von Dassault Systemes, geben auf der PIWorld bekannt, das PI System an die 3DEXPERIENCE Platform von Dassault anzubinden.

Die Botschaft der IoT-Konferenz PIWorld klingt vielversprechend: Die digitale Transformation gelingt, neue Geschäftsmodelle funktionieren bereits.

Auf nicht weniger als 80 Vorträgen berichteten Firmen aus allen Sektoren – von Lifesciences, Pharmazie und Chemie über Industrie, Öl und Gas bis zur Energiewirtschaft und Logistik, darüber, wie sie durch das Sammeln und Auswerten der Daten einen entscheidenden Schritt in Richtung digitale Transformation des eigenen Unternehmens getan haben und wie es dies ermöglicht, neue Geschäftsmodelle aufzubauen. Von Branchenführern über Mittelständler bis zu Start-ups waren auf der diesjährigen PIWorld-Konferenz, die OSIsoft in Barcelona veranstaltet hat, Firmen vertreten, um ihre Erfahrungen auf dem Weg in die digitale Transformation, zum IIoT und in die Industrie 4.0 austauschten.

Oberflächlich betrachtet klangen die Erfahrungsberichte höchst erfolgreich, doch in den Tiefen der Realität sieht anders aus. Die schon lange bestehende und ausgiebig diskutierte mentale Kluft zwischen OT und IT besteht immer noch. Auch die Tatsache, dass niemand so genau weiß, wen die Daten eigentlich gehören, die alle verwenden, bleibt in der Schwebe. Eigentlich erstaunlich, denn IIoT und Industrie 4.0 umzusetzen, ist überhaupt keine Schwierigkeit – so ist es doch zahllosen Powerpoint-Präsentationen zu entnehmen. Viele Sensoren zu installieren, Maschinendaten zu nutzen, sie über Silo-Grenzen zu sammeln und so zu speichern, dass umfangreiche Analyseprogramme auf IIoT-Plattformen sie auswerten können, alles kein Problem?

Tatsächlich ist schon sehr viel möglich, es lassen sich Energie und Ressourcen sparen, Predictive Maintenance durchführen und einiges mehr, dass erste und ermutigende Ergebnisse liefert. Doch es gibt noch eine Menge Hürden zu überwinden. Das fängt schon bei den Daten selber an. Sie sind nicht nur schwer zu sammeln und so aufzubereiten, dass sie einer Analyse zugänglich gemacht werden können – sie sind insgesamt schwer zu fassen. Gerne wird die Erkenntnis wiederholt, Daten seien der Rohstoff der Zukunft. Wie Patrick Kennedy, CEO und Gründer von OSIsoft, erklärt sind sie nicht nur irgendein Rohstoff, »sondern sogar der einzige Rohstoff, der wertvoller wird, wenn man ihn teilt.« Wie aber lässt er sich heben, wie monetarisieren?