Brand von Notre Dame Wie ein Feuerwehr-Roboter den Flammen trotzt

Als der einstürzende Spitzturm das Gewölbedach der Kathedrale Notre Dame durchschlägt, wird es für die Feuerwehrleute im Innern der Kirche zu gefährlich. Der ferngesteuerte Roboter Colossus übernimmt.

Spätestens als ein Loch in der Gewölbedeck klaffte, wurde es höchste Zeit für die Pariser Feuerwehrmänner, sich aus der größten Gefahrenzone zurückzuziehen.

Mit Colossus sollte ein Unterstützungsroboter ab diesem Zeitpunkt die weiteren Löscharbeiten im Kirchenschiff übernehmen. Gemeinsam mit Colossus ist es der Feuerwehr schließlich gelungen, den Brand einzudämmen.

Das französische Technologieunternehmen Shark Robotics hat den Roboter wasser- und feuerfest gebaut, so dass er extremen Bedingungen standhält.

Colossus ist ein universeller Unterstützungsroboter und modular aufgebaut für den Einsatz in Gefahrenbereichen. Er kann löschen, Lasten tragen oder auch verletzte Personen bergen. Er ist in der Lage, auf jeder Art von Boden vorwärts zu kommen und wird bei der Pariser Feuerwehr  und bei vielen anderen Feuerwehren für die Brandbekämpfung und Rettung eingesetzt.

Der Roboter wird jeden Monat in Betrieb genommen, um ihn einsatzbereit zu halten.
Colossus hat eine Tragfähigkeit von 1 Tonne und ist aus aeronautischem Aluminium und geschweißtem Stahl gefertigt.  Er ist etwa 10 bis 12 Stunden in der Betriebssituation einsetzbar. Ein Wechsel der Betriebsoptionen – z. B. von Wasserkanone auf Transport verletzter Personen kann in weniger als 30 Sekunden ohne Werkzeug durchgeführt werden. Colossus wird vom geschulten Feuerwehr-Personal ferngesteuert.