Hannover Messe Plattform Industrie 4.0: positive Bilanz und viele Versprechen

Im Bild (von links): Reinhard Clemens (Deutsche Telekom), Dr. Eberhard Veit (ehemals Festo AG), Sigmar Gabriel (BMWi), Prof. Dr. Johanna Wanka (BMBF), Prof. Dr. Reimund Neugebauer (Fraunhofer-Gesellschaft), Jörg Hofmann (IG Metall), Prof. Dr. Siegfried Russwurm (Siemens AG)
Im Bild (von links): Reinhard Clemens (Deutsche Telekom), Dr. Eberhard Veit (ehemals Festo AG), Sigmar Gabriel (BMWi), Prof. Dr. Johanna Wanka (BMBF), Prof. Dr. Reimund Neugebauer (Fraunhofer-Gesellschaft), Jörg Hofmann (IG Metall), Prof. Dr. Siegfried Russwurm (Siemens AG)

Die vor einem Jahr umorganisierte Plattform Industrie 4.0 wartet Dank mehr Industrienähe auf der Hannover Messe mit Erfolgen auf. Nun sollen bundesweite Kompetenzzentren und Testfelder verstärkt den Mittelstand ins Boot holen. Eine zentrale Kontaktstelle wird an der Uni Stuttgart entstehen.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel kommentiert: „Die Plattform Industrie 4.0 hat sich seit ihrer Gründung vor einem Jahr zu einem der größten Netzwerke weltweit im Bereich Digitalisierung der Industrie entwickelt. Sie ist als Kooperationspartner hoch gefragt. Das ist ein großer Erfolg und hier müssen wir weiter vorangehen. Kein anderes Land der Welt kann von der Digitalisierung der Industrie mehr profitieren als Deutschland. Um diese Chancen zu nutzen brauchen wir die Plattform Industrie 4.0 und eine strukturierte und kontinuierliche Zusammenarbeit von Wirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft, Verbänden und Politik. Die Plattform hat es in kürzester Zeit geschafft, Anwendungsbeispiele und Leitfäden für Unternehmen und gerade auch für den Mittelstand zu entwickeln. Zusammen mit den vom BMWi geförderten Kompetenzzentren 4.0 steht mittelständischen Unternehmen damit ein hervorragendes Angebot an kompetenter Informationen und Beratung zur Verfügung.“

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka ergänzt: „Industrie 4.0 kann nur gelingen, wenn Unternehmen die Chancen der Digitalisierung anwenden können. Wir wissen, dass der Mittelstand gute Ideen und Prototypen entwickelt, aber noch unsicher ist, ob diese auch unter Bedingungen von Industrie 4.0 funktionieren. Wir starten ein Programm, bieten dem Mittelstand also die Möglichkeit, seine innovativen Ideen auf Testfeldern auszuprobieren.“ Zusätzlich zu dem Programm zur praxisnahen Erprobung von Industrie 4.0-Lösungen kündigte Wanka auf der Hannover Messe die Einrichtung einer zentralen Kontakt- und Koordinierungsstelle an der Universität Stuttgart an, die den Zugang von Unternehmen zu den Testzentren bundesweit erleichtern und Unternehmen auch zielgerichtet unterstützen soll. „Wir wollen dem Mittelstand Service aus einer Hand bieten“, so Wanka. Die Unternehmen können für beantragte Projekte mit einer Dauer von drei bis zwölf Monaten bis zu 100.000 Euro erhalten.

Beim anschließenden Podiumsgespräch zur Digitalisierung betonten die Mitglieder des Leitungskreises, wie Reinhard Clemens, T-Systems/Telekom, dass man massiv in das Thema Digitalisierung investieren werde.