Nanotron Location Awareness statt »nur« Positionsangaben

swarm-bee-Module sind autonome Smart Items mit Sensoren, Kommunikationsfähigkeit und Location Awareness.

Hohe Sicherheit und hohe Effizienz – das bietet Location Awareness. Nanotron hat dazu eine durchgängige, auf HF-Funkmodulen basierende Entwicklungsumgebung geschaffen.

Das Interessante daran: Systementwickler für IoT-Applikationen können die komplizierte HF-Technik vergessen und sich sofort auf ihre Applikationen stürzen. »Wir haben uns darauf spezialisiert, die technischen Voraussetzungen für Location Awareness zu liefern. Darauf lassen sich interessante und lukrative Geschäftsmodelle aufbauen«, sagt Dr. Thomas Foerste, VP Sales und Marketing von nanotron Technologies.

Location Awareness im Sinne von nanotron sagt, wo sich ein bestimmtes Objekt gerade befindet, und liefert außerdem Zusatzinformationen über die Umgebung. Das können Sensordaten sein oder auch Abstände zu anderen Objekten. In manchen Applikationen ist es wichtig, für viele Objekte ihre relative Position zueinander zu kennen. Sehr häufig arbeitet man auch mit Zonen, die für Gefahrenklassen stehen können. Je nach Position des Objekts können bestimmte Reaktionen abgeleitet werden. Ist ein Objekt dabei, in eine als gefährlich definierte Zone vorzudringen, kann das System beispielsweise eine Alarmmeldung verschicken.

Und das System erkennt, wie sich die Objekte zueinander verhalten, ob sich etwa bestimmte Objekte auf Kollisionskurs befinden. In diesem Fall können Gegenmaßnahmen ergriffen werden. »Die swarm-bee-Funkmodule mit ihrer technologieunabhängigen swarm API sind das zentrale Element unseres Location Awareness Systems. Wir sprechen auch von Embedded Location Platform. Mit Hilfe der Module können die Anwender ihre Systeme ein Jahr früher als bisher auf den Markt bringen. Sie müssen weder über tieferes Wissen auf dem Gebiet des HF-Designs verfügen, noch müssen sie sich um Treiber auf Modulebene kümmern«, sagt Dr. Jens Albers, CEO von nanotron. »Die Anwender können sich jetzt auf ihre eigentliche Kernkompetenz, also auf das Design ihrer auf den Endkunden ausgelegten Systeme konzentrieren.« Diese Systeme steigern Sicherheit und Produktivität der Endanwender entscheidend. »Auf Location Awareness basierende Services werden schon bald als wesentliche Elemente in vielen Anwendungen unentbehrlich sein, denn sie bieten ein enormes Rationalisierungspotential«, ist Albers überzeugt. Eine Investition in Location Awareness könne sich schon innerhalb von weniger als 18 Monaten amortisieren.

Location-Awareness-Systeme nutzen Funkknoten, auch Tags genannt, um mobile Objekte zu kennzeichnen. Deren Signale werden aufgefangen und weiterverarbeitet, um so die Ortsinformation zu extrahieren. Wenn viele Objekte in kurzer Zeit beobachtet werden müssen, benutzt man vernetzte, fest installierte Lokalisierungsinfrastruktur. Sie leitet die große anfallende Datenmenge effektiv zu einem zentralen Server. Von dort aus landet sie in den Systemen zur Produktionssteuerung. Müssen weniger Objekte überwacht werden, fallen weniger Daten an. Um in diesem Fall den Aufwand für vorinstallierte Lokalisierungsinfrastruktur zu vermeiden, können die Daten auch per Funk zum Server transportiert werden.

Nanotron hat in Zusammenarbeit mit dem britischen Unternehmen Omnisense nun genau so ein System auf den Markt gebracht: Das „Swarm Location Service“-Softwarepaket (SLS). SLS läuft auf der kleinen whereBox Appliance und ersetzt den sonst üblichen Server. Die zugehörigen Tools und das API erlauben den Anwendern, ihre Systeme zu entwickeln, ohne die zugrunde liegende HF-Technik oder die Lokalisierungsalgorithmen verstehen zu müssen. »Der swarm-Locations-Service stellt historische und Echtzeitdaten zur Verfügung. Die Informationen können lokal und über das Internet von jedem Ort der Welt aus genutzt werden«, sagt David Bartlett, CTO von Omnisense.

Praxisnutzen von Location Awareness
 
Dass Locations Awareness effektiv funktioniert, hat nanotron bereits erfolgreich gezeigt: Schon seit mehreren Jahren ist das nanotron-Location-Awarness-System rund um den Globus im Bergbau im Einsatz. Unter Tage ist es aus Sicherheitsgründen besonders wichtig, immer genau zu wissen, wo Personen, Fahrzeuge und Maschinen unterwegs sind. Die Bergbaulösungen von nanotron haben einen weiteren Vorteil: Zusätzlich zur Ortung werden mögliche Kollisionen frühzeitig erkannt und so vermieden. Diese Funktion ist zur Unfallverhütung in einer Reihe von Ländern bereits gesetzlich vorgeschrieben. »Deshalb arbeiten unsere Systeme heute in vielen Bergwerken weltweit. Zahlreiche Maschinenausrüster und Integratoren für Anlagen und Fahrzeuge unter Tage gehören zu unseren Kunden«, sagt Dr. Thomas Foerste. Nanotron sei bei Neuentwicklungen in diesem Sektor eindeutig führend.

Der Markt für Minenausrüstungen hat sich für nanotron im Rückblick als doppelter Glücksfall erwiesen: Echtzeitlokalisierung steigert Sicherheit und Produktivität im Bergbau und trifft so einen aktuellen Bedarf mit interessanten Stückzahlen. Außerdem ergeben sich hier vergleichsweise einfache Lösungen. Weil unter Tage Stollen vorgegeben sind, müssen Objekte nur in einer Dimension – entlang der Stollen – verfolgt werden. »Die Komplexität reduziert sich, und die Implementierung wird einfacher – ein großes Plus, wenn man dabei ist, eine neue Technologie zu optimieren und deren Herausforderungen zu meistern«, erklärt Foerste. Nanotron hat so sehr effektiv gelernt, worauf es bei Location-Awareness-Lösungen ankommt. Das Unternehmen konnte sich umfangreiches Systemwissen erarbeiten. Die Entwicklung eigener Softwareprodukte baute darauf auf.