Netzwerkoptimierung IoT-Effekte bewältigen

Michael Hack, Ipswitch:  »Da immer mehr internetfähige Geräte in Unternehmensnetzwerke eingebunden werden, müssen Unternehmen auf Grundlage ihrer jeweiligen geschäftlichen Herausforderungen individuelle Pläne und Richtlinien formulieren.«
Michael Hack, Ipswitch: »Da immer mehr internetfähige Geräte in Unternehmensnetzwerke eingebunden werden, müssen Unternehmen auf Grundlage ihrer jeweiligen geschäftlichen Herausforderungen individuelle Pläne und Richtlinien formulieren.«

Mit der rasant steigenden Zahl an IoT-Geräten wächst auch die Belastung der Netzwerke. Drei überschaubare Maßnahmen können die Auswirkungen auf Firmennetze im Griff halten.

Eines der herausstechenden Merkmale des Internet der Dinge (IoT) ist die gewaltige Zahl an Geräten. So geht Gartner in einer Prognose davon aus, dass bis 2020 global 25 Mrd. vernetzte »Dinge« im Einsatz sein werden. Das rasante Wachstum des IoT war auch eines der zentralen Themen der kürzlich stattgefundenen CES: Doug Wagoner von SAIC ging in seinem Eröffnungsvortrag darauf ein, wie die kombinierte Nutzung des IoT durch Behörden und Bürger zu einer Verdoppelung der von Gartner prognostizierten Anzahl führen kann und so innerhalb der nächsten fünf Jahre 50 Mrd. Geräte eine Anbindung verlangen könnten.

Von Consumer-Produkten über Industrie 4.0 bis hin zu Drohnen und intelligenten Fahrzeugen deckt das Thema IoT ein breites Spektrum an Geräten ab und versteht es so viele Branchen und Anwender zu begeistern. Gleichzeitig wächst aber auch die Sorge der IT-Teams, wie die vorhandenen Unternehmensnetzwerke die enorme zusätzliche Belastung bewältigen sollen, die mit diesen neuen vernetzten Geräten einhergeht. Oftmals wurden gerade erst Möglichkeiten gefunden, um den BYOD-Trend zu bewältigen. Könnte nun IoT für die Unternehmensnetze zum sprichwörtlichen Tropfen werden, der das Fass zum Überlaufen bringt?

»Nein – zumindest muss es nicht zwangsläufig soweit kommen, sofern man einige zentrale Bereiche beleuchtet«, betont Michael Hack, Senior Vice President of EMEA Operations von Ipswitch. »Bei einem effizienten Vorgehen lässt sich nicht nur der derzeit durch das Internet der Dinge verursachte Sturm unbeschadet überstehen, Unternehmen können damit in ihrem gesamten Netzwerk auch bessere, flexiblere Voraussetzungen für die Zukunft schaffen.«

Eine erste wichtige Maßnahme ist das Überprüfen der Netzwerkinfrastruktur auf potenzielle Bandbreitenengpässe. Viele Netzwerke sind einfach nicht auf die Anforderungen ausgelegt, die heute durch die wachsende Anzahl an Geräten und Anwendungen an sie gestellt werden. Generell ist es schon keine leichte Aufgabe, die Anforderungen geschäftskritischer Software und Anwendungen über eine ständig wachsende Anzahl an vernetzten Geräten abzustimmen.

»Erschwerend hinzu kommt noch, dass die heutige Geschäftswelt keine Geduld kennt. Schon einige wenige Web-Site-Abstürze, langsame Videowiedergaben oder Anrufausfälle reichen aus, damit sich Kunden nach Alternativen umsehen«, ergänzt Hack. Die Kunden interessiere nicht, was letztlich die Ursache der Probleme ist. Sie erwarten in dem Augenblick, in dem sie eine Web-Site besuchen oder sich Inhalte ansehen, einen einwandfreien Service.

Daher ist es unverzichtbar, sich die nötigen Einblicke zu verschaffen, um Probleme zu erkennen, bevor sie auftreten, und die Bandbreite effizient zu verwalten. Glücklicherweise verfügen die meisten Unternehmen bereits über die erforderlichen Überwachungs-Tools, um die ersten Anzeichen von Netzwerkschwankungen zu erkennen – sie schöpfen ihr Potenzial nur nicht in vollem Umfang aus. Diese Tools können bei richtigem Gebrauch eine zentrale, einheitliche Ansicht von Netzwerken, Servern und Anwendungen bieten, mit der die IT-Teams nicht nur ein hohes Maß an Transparenz erhalten, sondern auch die Möglichkeit, schnell die Fehlerursachen komplexer Probleme einzukreisen.

Durch den effizienten Einsatz von Tools zur Netzwerk- oder Infrastrukturüberwachung können IT-Teams außerdem Probleme identifizieren, die nur sporadisch oder zu bestimmten Zeiten auftreten, indem wichtige Trends hinsichtlich der Netzwerkleistung erfasst werden. Dies können beispielsweise tägliche Spitzenwerte sein, die auftreten, wenn die Mitarbeiter morgens versuchen, sich per Fernzugriff anzumelden, oder aber monatlich oder jährlich auftretende Trends, die nur erkannt werden, wenn Aktivitäten über längere Zeiträume überwacht werden.

Diese Trends zu kennen und zu wissen, wann sie auftreten, bietet den Teams wichtige Einblicke, die es ihnen ermöglichen, vorauszuplanen und entsprechende Bandbreitenzuweisungen vorzunehmen.