Suchen, finden, bestellen Handelstransaktionen (auch) per Blockchain digitalisieren

Andreas Thonig, Tradeshift: »Die integrierte Komplettlösung erfüllt das bisher nicht eingelöste Versprechen traditioneller E-Procurement-Lösungen: die Integration von hoher Benutzerfreundlichkeit und detaillierten Produktinformationen.«

Tradeshift will einen entscheidenden Beitrag zur Digitalisierung der Lieferketten leisten, indem es u.a. Apps für direkte Materialbeschaffungsprozesse und sämtliche Procure-to-Pay-Prozesse bereitstellt. Zum Einsatz kommen dabei auch die Blockchain-Technologie und künstliche Intelligenz.

Das Geschäftsmodell ist schnell erklärt: Tradeshift will digitale Geschäfsprozesse leichter machen, um beispielsweise elektronische Rechnungen zu ermöglichen. Das Unternehmen bietet demnach Lösungen für Procure-to-Pay, die Beauftragung von Lieferanten und Finanzdienstleistungen. Daneben ermöglicht Tradeshift anderen Unternehmen die Entwicklung von Kunden- oder gewerblichen Apps auf seiner Handelsplattform für Unternehmen. Als plattformunabhängige Austauschsprache wird die Universal Business Language verwendet. Schon über 1,5 Millionen Unternehmen in 190 Ländern setzen auf Tradeshift. Damit ist Tradeshift nach eigenen Angaben das größte globale Geschäftsnetzwerk für Kauf und Verkauf im B2B-Bereich.

Unternehmen der Elektronik- und Automatisierungsbranche verwenden zur Herstellung ihrer Produkte eine Vielzahl unterschiedlicher Komponenten, die bestellt, geliefert und abgerechnet werden müssen. Die Hersteller arbeiten dazu mit einer Vielzahl internationaler Lieferanten zusammen. »Die Branche ist sehr preissensitiv, das heißt: Die Preise schwanken sehr stark. Unternehmen müssen ihren Procure-to-Pay-Prozess so effizient wie möglich gestalten und durch intelligentes Rechnungs-Management ihren Cash-Flow optimieren.

Mit Tradeshift können sie den strategischen Einkauf verbessern, Transaktionen schneller erledigen und zugleich die Kommunikation mit ihren Lieferanten verbessern«, erklärt Andreas Thonig, Country Manager DACH von Tradeshift. Auch Lieferanten profitieren von Tradeshift, denn sie können ihre elektronischen Kataloge selbst hinzufügen und verwalten – und ihren Kunden elektronische Rechnungen stellen. »Die integrierte Komplettlösung erfüllt das bisher nicht eingelöste Versprechen traditioneller E-Procurement-Lösungen: die Integration von hoher Benutzerfreundlichkeit und detaillierten Produktinformationen.

Außerdem bietet es Kontrolle über die getätigten Ausgaben. Für viele Procurement-Profis sind diese Herausforderungen seit Langem der Fluch der eigenen Disziplin«, führt Andreas Thonig aus. Dank spezieller Apps können Nutzer ihre Einkaufsoptionen auch auf Upwork, Amazon Business und weitere Tools ausdehnen. Tradeshift Buy bietet zudem einen schnellen Weg, alle Lieferanten-Kataloge in eine offene, durchsuchbare und verbundene Umgebung zu digitalisieren, stellt Procurement-Tools zur Verfügung und ermöglicht Echtzeit-Analysen. »Mit Tradeshift Buy versetzen wir Käufer in die Lage, genau das, was sie suchen, zu finden und zu bestellen«, so Christian Lanng, CEO von Tradeshift.

Über ein App-Netzwerk lassen sich zudem Angebote von Drittanbietern einbinden– zum Beispiel Risikomanagement und CSR-Ratings. Die beiden Punkte sind besonders wichtig für die Elektronik-Industrie, da sowohl Risiken zu kalkulieren – z.B. beim Ausfall von Produktionskapazitäten durch Unwetter oder Ähnlichem – als auch die Herkunft von Materialien und die Arbeitsbedingungen bei der Produktion immer stärker ins Bewusstsein rücken.