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B2B-Commerce mit KI

Im letzen Jahr hat Tradeshift zudem eine intelligente Schnittstelle für den B2B-Commerce veröffentlicht: Tradeshift Ada. Sie bietet KI-basierte Automatisierungsfunktionen und unterstützt Nutzer dabei, Kauf-, Zahlungs- und Kollaborationsprozesse zu beschleunigen. Tradeshift Ada lernt Benutzer und Unternehmen mit der Zeit immer besser kennen, sodass Beschaffungsteams und andere Beteiligte am B2B-Commerce-Prozess viele ihrer Aufgaben automatisieren können. Sie wird Kaufpräferenzen verstehen, Apps automatisch aktivieren und Informationen zu Katalogelementen den Nutzern bereitstellen. Sie soll auch Einblicke in Ausgaben geben, Kaufanfragen vorausfüllen – und der Freigabe-Workflow ist mit dem Kollaborations-Tool Slack verknüpfbar. 2016 hatte Tradeshift bereits einen virtuellen Assistenten für Zahlungen eingeführt.

Tradeshift Ada geht noch einen Schritt weiter und ermöglicht es dem Einkauf, seine Nutzer mit künstlicher Intelligenz zu unterstützen, jederzeit und für jede Frage. Dies ist das erste Mal, dass KI-Technologie auf das gesamte Plattform-Ökosystem ausgerollt wird. Auch Entwickler von Third-Party-Apps können Tradeshift Ada in ihre Anwendungen implementieren.

Blockchain für mehr Liquidität in der Supply-Chain

Tradeshift hat zudem im Juli dieses Jahres eine Kooperation mit MakerDAO bekannt gegeben. Beim DAO handelt es sich um eine nichtspekulative, stabile Bitcoin-Währung mit Vertrauensverhältnissen und sicherer Dollar-Anbindung, sodass die technologischen Vorteile der Blockchain voll zur Geltung kommen. »Der Markt für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sehr enge Margen, was keinen Raum für eine volatile digitale Währung als Abwicklungsinstrument lässt«, sagte Tradeshift-Mitbegründer Gert Sylvest, General Manager von Frontiers, dem digitalen Innovationszweig von Tradeshift. Die Partnerschaft mit DAO soll die Bezahlung von Rechnungen beschleunigen und auch kleinen Unternehmen zu mehr Liquidität verhelfen.

Gleichzeitig wollen die Partner das sogenannte 9-Billionen-Dollar-Problem lösen: Es handelt es sich um international offene Forderungen, die aufgrund veralteter Zahlungspraktiken und fehlender Konnektivität zwischen großen Unternehmen und ihren Lieferanten noch nicht beglichen wurden. Die erste Implementierung auf dem Supply-Chain-Liquiditätsmarktplatz läuft derzeit im Rahmen eines Pilotversuchs für Tradeshift Cash, einer Sofortfinanzierungslösung, die Kleinst-, Klein- und mittelständischen Betrieben (KKMU) auf Basis ihrer ausstehenden Forderungen einen sofortigen Cash Flow ermöglicht.

Tradeshift Cash bietet also damit eine Alternative zur Lösung kritischer Wachstums- und Stabilitätsprobleme für KKMUs, die die überwiegende Mehrheit der Unternehmen in den meisten Lieferketten ausmachen und die am stärksten von langen Zahlungsfristen betroffen sind.