Industrie-4.0-Forschungsprojekt »SOPHIE« Die Produktion mit der digitalen Fabrik verbinden

Das Forschungsverbundprojekt »SOPHIE« soll es ermöglichen, die Realwelt in der Produktion mit der digitalen Fabrik in Echtzeit zu verknüpfen. Es wurde vor kurzem als Beitrag zum Zukunftsprojekt Industrie 4.0 gestartet und ist auf drei Jahre angelegt.

Durch die Verknüpfung von Automatisierungsebene und digitaler Fabrik sollen Entscheidungsträger mittels virtueller Techniken geplante und reale Abläufe direkt in der Produktion abgleichen und Eingriffe in den realen Prozessablauf durch Simulationen absichern können. Zur Beherrschung entstehender Datenmengen und zur Entlastung der Unternehmen sollen unter anderem autonom agierende Agenten-Systeme selbstständig Analysen der Produktionsprozesse durchführen und Entscheidungsoptionen vorschlagen.

Das Projekt ist in vier inhaltliche Arbeitspakete gegliedert:
• Visualisierung und Manipulation zur Adressierung der Anforderungen virtueller Techniken
• Entwicklung und Integration einer Agenten-basierten autonomen Planungsunterstützung
• echtzeitfähige Verknüpfung der Automatisierungsebene mit der digitalen Fabrik und
• organisatorische Integration und Mitarbeiterentwicklung

Neben den technischen Aspekten werden folglich auch organisatorische und mitarbeiterbezogene Anforderungen im Projekt aufgegriffen und in den Produktionswerken der drei Anwendungspartner prototypisch umgesetzt. Zu den Industriepartnern gehören: Festo AG & Co. KG (Werk Rohrbach), Volkswagen Sachsen GmbH (Motorenwerk Chemnitz), Vorwerk Elektrowerke GmbH & Co. KG und Grob-Werke GmbH & Co.

Auf der wissenschaftlichen Seite leiten die Festo Lernzentrum Saar GmbH, die Technische Universität Chemnitz (Professur Fabrikplanung und Fabrikbetrieb), die Ruhr-Universität Bochum (RUB, Lehrstuhl für Produktionssysteme), die gemeinsame Arbeitsstelle von RUB und IG Metall, die Gefasoft AG und die SimPlan AG das Vorhaben. VDMA und Siemens beteiligen sich im Unterauftrag.

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, betreut vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) als Projektträger.